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Hunderte gewaltbereite Demonstranten zu Einheitsfeier erwartet

Geschichte Hunderte gewaltbereite Demonstranten zu Einheitsfeier erwartet

Große Teile der Frankfurter Innenstadt werden abgeriegelt, wenn Deutschland 25 Jahre Wiedervereinigung feiert. Die Polizei stellt sich nicht nur friedliche Besucher ein.

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Polizeipräsident Gerhard Bereswill.

Quelle: Roland Holschneider/Archiv

Frankfurt/Main. Die Frankfurter Polizei erwartet neben einer Million Besuchern auch einige Hundert gewaltbereite Personen aus der linksextremen Szene zu den Einheitsfeiern in der Stadt. Von Freitag bis Sonntag richtet Hessen in Frankfurt ein Bürgerfest und die offiziellen Feiern zum 25. Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung aus. Bei Demonstrationen sei mit 200 bis 600 gewaltbereiten Teilnehmern zu rechnen, aber "konkrete Gefährdungshinweise gibt es keine", sagte Polizeipräsident Gerhard Bereswill am Donnerstag. Vor allem die von linken Gruppen angemeldete Demonstration am Freitagabend mit rund 1500 Teilnehmern werde genau beobachtet.

Die Lage sei nicht vergleichbar mit der Eröffnung der Europäischen Zentralbank (EZB) im März, als es schwere Krawalle mit zahlreichen Verletzten gab, sagte Bereswill. Mehrere Tausend Beamte werden in Frankfurt zusammengezogen, auch Wasserwerfer werden bereitgehalten. Taktik der Polizei ist es, Demonstrationen und Bürgerfest konsequent zu trennen.

Zu den offiziellen Feiern am Samstag, zu denen Bundespräsident Joachim Gauck, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie Ministerpräsidenten und Minister erwartet werden, gibt es zwei Sperrzonen. Zu Zone I haben nur geladene Gäste Zutritt, zur Zone II auch Zuschauer, die sich kontrollieren und durchsuchen lassen müssen. Verboten sind dort Flaschen, Dosen, Megafone, Trillerpfeifen und Gegenstände, die sich als Wurfgeschosse eignen.

Mit Markierungsstreifen und Lichterketten will die Polizei entlang des Mainufers Festbesucher auf Abstand halten. Auf dem Fluss beobachten Beamte von Booten aus den Betrieb. In der Nähe von Dom und Römer wird eine Bürgerfest-Wache eingerichtet. Über Twitter und Facebook will die Polizei informieren, in der Stadt sind außerdem eigens für die Kommunikation abgestellte Beamte unterwegs.

Der Luftraum über Frankfurt ist an den drei Festtagen für die meisten Flieger gesperrt. Auch der Betrieb von Flugzeugmodellen und Drohnen ist verboten. Ausnahmen gibt es für Polizei, Rettungskräfte und das Militär.

dpa

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