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Hochbetagte Senioren vermehrt an Verkehrsunfällen beteiligt

Verkehr Hochbetagte Senioren vermehrt an Verkehrsunfällen beteiligt

Sehr alte Verkehrsteilnehmer sind in Hessen zuletzt an einer gestiegenen Zahl von Unfällen beteiligt gewesen. Die über 75-Jährigen waren im Jahr 2015 an 7,2 Prozent der Verkehrsunfälle involviert.

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Eine 84-jährige Frau sitzt am Steuer ihres Kleinwagens.

Quelle: Felix Kästle/Archiv

Wiesbaden. Dies entspricht einer Zunahme von 7,3 Prozent, wie das hessische Innenministerium in Wiesbaden berichtete. Die Gruppe der 65- bis 74-Jährigen war 2015 an 10,1 Prozent der Unfälle beteiligt. Das bedeutet ein Plus von 3,4 Prozent im Vergleich zum Jahr 2014.

Senioren sorgen mit Unfällen immer wieder für Aufsehen - und aufgrund der Ursachen auch für Kopfschütteln. In Marburg verwechselte eine 86-Jährige Ende Juli den Vorwärts- und den Rückwärtsgang im Automatikgetriebe ihres Wagens und fuhr in eine Kindertagesstätte. Kinder spielten in dem betroffenen Raum aber zufällig gerade nicht - deswegen wurde niemand verletzt. Es entstand aber hoher Sachschaden.

Im Gegensatz zu einigen anderen europäischen Ländern will die Politik aber keine Fahrtauglichkeitstests im Alter einführen. Das betont Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Auch Autoverbände wie der ADAC sprechen sich dagegen aus. Sie appellieren an die Eigenverantwortung und ermuntern Senioren dazu, sich über alters- und erkrankungsbedingte Einschränkungen ihrer Fahreignung von Medizinern aufklären zu lassen.

dpa

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