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Historiker: Staat unterschätzte Ernährungsfrage im Ersten Weltkrieg

Geschichte Historiker: Staat unterschätzte Ernährungsfrage im Ersten Weltkrieg

Wegen mangelnder Vorsorge der Staatsführung musste die Bevölkerung in Deutschland im Ersten Weltkrieg großen Hunger leiden. "Die Bedeutung der Ernährung an der Heimatfront wurde damals stark unterschätzt", sagte Thomas Heiler, Leiter des Stadtarchivs in Fulda.

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Heiler erforschte die Versorgungslage der Bevölkerung.

Quelle: Jörn Perske/Archiv

Fulda. Der promovierte Historiker forschte zur Versorgungslage der Bevölkerung. "Die Politik ist völlig naiv in diese Versorgungssituation hineingestolpert. Keiner hatte offenbar mit Handelsembargos und deren Auswirkungen gerechnet", erklärte Heiler.

Um der Bevölkerung zu helfen, verbreiteten die Behörden aus Berlin Ernährungs-, Haushalts- und Versorgungstipps - mit Broschüren, in Kriegskochbüchern oder auf Plakaten und Flugblättern. "Selbst aus Maikäfern wurde Fett hergestellt", fand Heiler bei Archiv-Recherchen heraus. Plakate wiesen die Bevölkerung auch an, Obstkerne zur Ölgewinnung zu sammeln. Der deutschen Hausfrau wurden 20 Gebote der Volksernährung nähergebracht - und welches Verhalten sich gar nicht schickt.

dpa

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