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Hessisches Vieh erhält mehr heimisches Eiweiß

Agrar Hessisches Vieh erhält mehr heimisches Eiweiß

Hessens Tiere sollen künftig mehr heimisches Eiweiß fressen. Die Regierung hat am Mittwoch in Eichhof bei Bad Hersfeld, dem Zentrum des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen (LLH), mit der Umstellung der Fütterung auf sojafreie Kraftfutter-Rationen begonnen.

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Agrarministerin Priska Hinz (Grüne).

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Wiesbaden. Damit soll in Hessen eine weitgehende Unabhängigkeit von Eiweiß-Importen erreicht werden, sagte Agrarministerin Priska Hinz.

Die Grünen-Politikerin wies darauf hin, dass in den Haupterzeugungsgebieten für Soja in Nord- und Südamerika fast nur noch gentechnisch veränderte Ware erhältlich sei. Viele Verbraucher verlangten aber zu Recht, dass dem bei der Erzeugung ihrer Lebensmittel auf Gentechnik verzichtet werde.

Der Gesamteiweißbedarf der hessischen Viehhaltung beläuft sich nach Angaben des Ministeriums auf gut 270 000 Tonnen Protein. Neben dem von den Landwirten selbst erzeugten Grundfutter müsse etwa 20 Prozent des Gesamtproteinbedarfs durch Ergänzungsmittel abgedeckt werden.

Statt Soja könne in Hessen dafür Extraktionsschrot aus Raps verwenden werden, erklärte Hinz. Dies könne mehr als 80 Prozent des Ergänzungsbedarfs abdecken. Das Land will künftig den Eiweiß-Pflanzenanbau fördern. Hessen stehe bei der Umsetzung der "Eiweiß-Initiative" aber erst am Anfang.

dpa

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