Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Hessischer Ex-Minister Riebel gestorben

Personen Hessischer Ex-Minister Riebel gestorben

Der frühere hessische Minister Jochen Riebel (CDU) ist wenige Wochen nach seinem 70. Geburtstag gestorben. Er leitete von 2000 bis 2003 die hessische Staatskanzlei unter Ministerpräsident Roland Koch (CDU), dann war er bis 2006 Minister für Bundes- und Europa-Angelegenheiten.

Voriger Artikel
Frankfurter Bürgerentscheid: Mehr als 22 000 "Briefwähler"
Nächster Artikel
Gauck: Es gibt viel Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge

Jochen Riebel (CDU).

Quelle: Boris Roessler/Archiv

Wiesbaden/Hofheim. Wie der Main-Taunus-Kreis am Mittwoch mitteilte, starb Riebel am Vorabend in einer Klinik in Hofheim am Taunus. Der engagierte Katholik hatte zuletzt in Mainz gelebt mit Blick auf den Dom.

"Jochen Riebel war ein Mann mit Rückgrat. In seinen Ämtern und als Mensch hat er sich nie gescheut, auch unbequeme Wahrheiten auszusprechen", sagte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Aufsehen erregte der Jurist Ende 2013, als er den damaligen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst der Lüge bezichtigte. "Ich kann es mir nur so erklären, dass der Bischof von Limburg entweder ein raffinierter Betrüger oder krank ist", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Im Ruhestand gehörte Riebel dem Verwaltungsbeirat des Bischöflichen Stuhls an, er fühlte sich wegen der horrenden Kosten der neuen Bischofsresidenz hintergangen.

Geboren wurde Riebel 1945 in Ober-Hilbersheim in Rheinhessen. Im Lauf seiner Karriere war er auch Bürgermeister von Eschborn, Frankenthal und Landrat des Main-Taunus-Kreises. Mit niemandem habe er so lange politisch zusammengearbeitet wie mit Riebel, sagte Ex-Regierungschef Koch. "Er war ein gebildeter Jurist, ein Reserveoffizier aus Verantwortung, ein engagierter Europäer und ein loyaler Staatsdiener." Auch die hessische CDU würdigte Riebel.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr