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Hessische Politiker bestürzt über Amoklauf in München

Kriminalität Hessische Politiker bestürzt über Amoklauf in München

Trauer und Entsetzen auch in Hessen über den Amoklauf in der bayerischen Landeshauptstadt: Politiker sprechen den Angehörigen und Freunden der Opfer ihr Mitgefühl aus. Die hessische Polizei ist weiter in Alarmbereitschaft.

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Blumen liegen am Zugang zur U-Bahnstation Olympia-Einkaufszentrum. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Wiesbaden. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hat sich tief betroffen über die Bluttat von München gezeigt. "Die schreckliche Tat erfüllt uns alle mit Trauer und Entsetzen", sagte der CDU-Politiker am Samstag in Wiesbaden. "Wir sind in Gedanken bei den Menschen, die Angehörige und Freunde verloren haben und die verletzt sind." In Hessen wurde Trauerbeflaggung angeordnet.

Landespolizeipräsident Udo Münch zufolge bleiben die Polizeikräfte zunächst weiter in Alarmbereitschaft. "In Hessen sind ständig 52 Fahrzeuge mit Interventionsteams auf der Straße, die über eine spezielle Ausbildung und Schutzausstattung verfügen", sagte Münch. Spezialeinheiten seien "jederzeit und sofort einsetzbar".

Innenminister Peter Beuth (CDU) hatte die hessische Polizei nach der Schießerei in einem Einkaufszentrum in der bayerischen Landeshauptstadt am späten Freitagabend in Alarmbereitschaft versetzt. Die Polizeipräsenz bei öffentlichen Veranstaltungen und im Nahverkehr sei in Abstimmung mit anderen Sicherheitsbehörden erhöht worden.

Polizisten aus Hessen hatten zudem ihre Kollegen in Bayern unterstützt. Wie viele Einsatzkräfte aus dem Land in München waren, wollte ein Ministeriumssprecher aus "ermittlungstaktischen Gründen" nicht sagen.

Nach bisherigen Ermittlungen erschoss ein 18-jähriger Deutsch-Iraner am Freitagabend neun Menschen, verletzte weitere und tötete sich danach selbst. Die Polizei geht von einem Amoklauf aus.

SPD-Fraktions- und Landesparteichef, Thorsten Schäfer-Gümbel, teilte mit: "Wir trauern in diesen Stunden mit den Angehörigen und Freunden der Opfer und hoffen und beten für die Verletzten der gestrigen Gewalttat."

Auch die Grünen-Fraktion im Landtag beteuerte ihr Mitgefühl. "Die furchtbaren Morde (...) am gestrigen Abend machen fassungslos", sagte Landesparteichef Kai Klose. "Was auch immer den Täter getrieben hat: Nichts rechtfertigt einen solchen Angriff."

dpa

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