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Hessens Städte fürchten um Attraktivität von Beamtenposten

Kommunen Hessens Städte fürchten um Attraktivität von Beamtenposten

Lohnt es sich noch, in Kassel, Wiesbaden oder Darmstadt eine Beamtenstelle anzunehmen? Die Städte fürchten, dass Hessen beim Konkurrenzkampf mit anderen Ländern um die besten Bewerber künftig den kürzeren ziehen könnte.

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Bertram Hilgen, Oberbürgermeister von Kassel.

Quelle: Uwe Zucchi/Archiv

Wiesbaden. Die hessischen Städte fürchten wegen der gedeckelten Besoldung um die Attraktivität von Beamtenstellen. Dies könne zu Problemen bei der Suche nach gut qualifizierten Bewerbern führen, warnte Städtetagspräsident Bertram Hilgen (SPD) am Donnerstag in Wiesbaden. Nach dem Willen der Landesregierung sollen die Bezüge der Beamten zum 1. Juli um ein Prozent steigen. Im vergangenen Jahr war den Beamten aus Spargründen eine Nullrunde verordnet worden.

Sollte die Besoldung auch in den kommenden Jahren nur so spärlich steigen, dann würden Beamtenstellen in anderen Bundesländern immer attraktiver, befürchtete Hilgen, der Oberbürgermeister von Kassel ist. Allein in seiner Heimatstadt gebe es beispielsweise 240 Beamte bei der Feuerwehr - freie Stellen müssten dort besonders rasch nachbesetzt werden.

Die Städte fordern zudem weitere Entlastung bei den Integrationskosten für Flüchtlinge. Das Land müsse sowohl mit eigenen Mitteln helfen, als auch die Interessen der Kommunen gegenüber dem Bund vertreten. Hilgen schlug vor, dass der Bund die Kosten der Unterkunft für solche Flüchtlinge übernimmt, die eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung haben.

Die zuletzt erfreuliche Prognose bei der Steuerschätzung biete "keinen Grund zur Euphorie". Die hessischen Städte und Gemeinden stünden noch immer mit an der Spitze der verschuldeten Kommunen in Deutschland. Der Städtetag bündelt die Interessen von 74 Städten und Gemeinden in Hessen. In den Mitgliedstädten wohnen mehr als drei Millionen Menschen.

dpa

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