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Hessens Regierung hält weiteren Energiegipfel für überflüssig

Energie Hessens Regierung hält weiteren Energiegipfel für überflüssig

Hessens schwarz-grüne Regierung hat Forderungen nach einem erneuten Energiegipfel eine Absage erteilt. Die 2011 erarbeitete Vereinbarung werde konsequent umgesetzt, erklärte Regierungssprecher Michael Bußer am Mittwoch in Wiesbaden.

Wiesbaden. Hessen hatte auf dem überparteilichen Gipfel beschlossen, Strom und Wärme bis zum Jahr 2050 möglichst zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu beziehen. Rund zwei Prozent der Landesfläche wurden für die Windkraft reserviert.

Nach der SPD, die eine Beschleunigung der Energiewende verlangt, fordert auch die FDP-Opposition einen erneuten Gipfel. Die Stoßrichtung der Liberalen ist aber anders: Es müsse ergebnisoffen über das "Zubetonieren" der Landschaft mit Windrädern debattiert werden, sagte FDP-Fraktionschef Florian Rentsch.

Regierungssprecher Bußer verwies darauf, dass SPD und FDP die vereinbarten Ziele mitbeschlossen hätten. Vor weiteren Treffen müssten auch mit der Bundesregierung einige Fragen geklärt werden. Etwa, wie in wind- oder sonnenschwachen Zeiten zur Vermeidung von  Engpässen die Stromkapazitäten garantiert werden könnten.

Auch die Stromtrasse Suedlink sollte nach Ansicht der FDP Thema eines neuen Energiegipfels sein. Gegen die 800 Kilometer lange Leitung, die ab 2022 den Windstrom von der Nordseeküste nach Bayern bringen soll, gibt es Widerstand in Nord- und Osthessen. Vergangene Woche war auch CDU-Regierungschef Volker Bouffier erstmals auf Distanz zu Suedlink gegangen.

SPD-Fraktionschef Thorsten Schäfer-Gümbel forderte am Mittwoch die CDU auf, bei der Energiewende ihr "Doppelspiel" zu beenden. Linke-Fraktionschefin Janine Wissler bezeichnete die FDP-Forderungen als abstrus und verlangte die Umsetzung der Beschlüsse des Energiegipfels von 2011.

dpa

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