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Hessens Kommunen nehmen so viel Gewerbesteuer ein wie noch nie

Steuern Hessens Kommunen nehmen so viel Gewerbesteuer ein wie noch nie

Die Rekordsumme von 4,44 Milliarden Euro an Gewerbesteuern haben Städte und Gemeinden in Hessen 2014 eingenommen. Das sei ein Zuwachs um 312 Millionen Euro oder 7,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2013, teilte das Statistische Landesamt am Freitag mit.

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Die Einnahmen durch die Gewerbesteuer sind enorm.

Quelle: D. Reinhardt/Symbol

Wiesbaden. Mit 1,71 Milliarden Euro entfielen fast zwei Fünftel der Einnahmen auf die Stadt Frankfurt, die eine besonders hohe Steigerung erzielte. Für die kreisangehörigen Städte und Gemeinden gab es ein kleines Gewerbesteuer-Plus von 2,3 Prozent auf 2,12 Milliarden Euro. Die Großstädte Wiesbaden, Darmstadt, Kassel und Offenbach nahmen mit 609 Millionen Euro 5,3 Prozent weniger ein.

"Für die positive Gesamtentwicklung waren vor allem die ersten beiden Quartale entscheidend", berichteten die Statistiker in Wiesbaden. Ab dem dritten Quartal wurden die Spitzenwerte der Vorjahresquartale verfehlt, das Niveau der Einnahmen blieb aber hoch.

"Hessens Kommunen können sich über ihr Spitzenergebnis bei der Gewerbesteuer freuen", sagte Finanzminister Thomas Schäfer (CDU). Die Einnahmen seien höher als vor der Finanz- und Wirtschaftskrise. Weil das Land durch die Gewerbesteuerumlage mitkassiert, bleiben den Städten und Gemeinden nur 3,68 Milliarden Euro. Aber auch das seien 269 Millionen Euro oder 7,9 Prozent mehr als 2013, tröstete Schäfer. Die Finanzstärke der Kommunen sei für das Land nicht nur Grund zur Freude, weil Hessen mehr in den Länderfinanzausgleich (LFA) zahlen müsse.

Das Gewerbesteueraufkommen hängt von der Struktur der örtlichen Wirtschaft ab und schwankt stark. Das traf etwa die Stadt Eppstein im Taunus hart: Nach einem positiven Aufkommen von 2,6 Millionen Euro im Jahr 2013 musste sie Gewerbesteuer zurückerstatten und rutschte 2014 mit 1,7 Millionen Euro ins Minus.

dpa

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