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Hessen will Forschungsprogramm Loewe fortsetzen

Wissenschaft Hessen will Forschungsprogramm Loewe fortsetzen

Hessens Regierung - voran die CDU - feiert Loewe: Das landeseigene Programm habe die Wissenschaft im Land letztlich gerettet, meint der Regierungschef.

Wiesbaden. Hessen will sein 2008 gegründetes Forschungsprogramm Loewe konsequent fortführen. "Wissenschaft braucht langen Atem", sagte Regierungschef Volker Bouffier am Freitag in Wiesbaden und bezeichnete die Initiative als wichtige Zukunftsinvestition. In den 90er Jahren sei in Hessen die Forschung katastrophal "unter die Räder" gekommen, wetterte der CDU-Politiker, ohne die damalige rot-grüne Regierung beim Namen zu nennen.

In der kommenden Woche wollen Mitglieder des schwarz-grünen Kabinetts diverse Loewe-Projekte besuchen. Hessen hat nach eigenen Angaben bis 2014 rund 520 Millionen Euro in die "Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz" - kurz: Loewe - gesteckt. In diesem Jahr sind weitere 84 Millionen Euro vorgesehen.

Die Mittel fließen an Forschungszentren von Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitäre Einrichtungen. Darunter sind Projekte zur Krebsforschung und Arzneimittelforschung in Frankfurt und Marburg oder zur Computersicherheit in Darmstadt. Die Frankfurter Senckenberg Gesellschaft forscht zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die Artenvielfalt.

Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) verwies auf die strenge Evaluation von Loewe durch den Wissenschaftsrat. Dies mache die Initiative bundesweit einmalig. Mit Hilfe von Loewe seien Hessens Hochschulen inzwischen auf Augenhöhe mit denen in Baden-Württemberg und Bayern, glaubt Rhein. Hessen habe außerdem bei der Ansiedlung außeruniversitärer Forschungseinrichtungen aufgeholt.

Den Transfer von Loewe zu kleinen und mittelständischen Unternehmen, die oft wenig Geld für Forschung haben, sollen "Verbundprojekte" besorgen. Die Wirtschaft hat sich bisher daran mit rund 55 Millionen Euro beteiligt. Insgesamt gibt es mehr als 200 Verbundprojekte, bei denen neben Unternehmen auch Hochschulen oder Vereine mitmischen.

Die FDP-Opposition bezeichnete Loewe ebenfalls als "Erfolgsmodell". Man habe die Initiative seit 2008 konstruktiv begleitet, erklärte die Abgeordnete Nicola Beer.

dpa

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