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Hessen von Verdi-Warnstreiks betroffen: massive Flugausfälle

Tarife Hessen von Verdi-Warnstreiks betroffen: massive Flugausfälle

Vor der nächsten Verhandlungsrunde soll der Tarifstreit im öffentlichen Dienst in ganz Hessen sichtbar werden. Flugreisende müssen sich auf massive Einschränkungen einstellen, in den Städten wollen Tausende Gewerkschafter demonstrieren.

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Flughafen-Terminal. Foto: ANDREAS GEBERT

Frankfurt/Main. Flugpassagiere, Eltern, Krankenhauspatienten oder ratsuchende Bürger müssen sich am (morgigen) Mittwoch in ganz Hessen auf Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat im öffentlichen Dienst flächendeckend zum Warnstreik aufgerufen. Zwar ist nicht bekannt, wie viele der 185 000 Beschäftigten dem Aufruf folgen, aber "man wird es spüren", sagte Ute Fritzel von Verdi Hessen am Dienstag.

Rund 11 000 Teilnehmer erwartet die Gewerkschaft zu Kundgebungen in mehreren Städten. Am Frankfurter Flughafen will Verdi-Chef Frank Bsirske vor Streikenden sprechen, die auch aus der Umgebung anreisen.

Am heftigsten werden die Auswirkungen voraussichtlich am Frankfurter Flughafen sein, wo unter anderem Bodenverkehrsdienste und Flughafenfeuerwehr zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen sind. Reisenden wurde geraten, mit ihrer Fluggesellschaft in Verbindung zu bleiben.

Der größte Teil der Lufthansa-Fernverbindungen von und nach Frankfurt soll nicht betroffen sein, aber die meisten innerdeutschen Verbindungen und zahlreiche Europaflüge müssen laut Lufthansa annulliert werden. Am 15.00 Uhr soll wieder normal geflogen werden.

Landesweit sind Beschäftigte von Stadtreinigungen, Müllwerker, der öffentlichen Strom- und Gasversorgung, in Krankenhäusern, Kitas und Pflegeheimen sowie der öffentlichen Verwaltung zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Die dritte Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen beginnt am Donnerstag in Potsdam. Mit den Warnstreiks will Verdi den Druck erhöhen. Die Gewerkschaften verlangen sechs Prozent mehr Geld für ein Jahr. Bund und Kommunen hatten drei Prozent für zwei Jahre angeboten - nach Rechnung von Verdi macht das Angebot auf das Jahr bezogen nur 0,6 Prozent für 2016 und 1,2 Prozent für 2017 aus.

dpa

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