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Hessen lehnt Bundesgesetz für Kita-Betreuung weiter ab

Kindergärten Hessen lehnt Bundesgesetz für Kita-Betreuung weiter ab

Das Land Hessen bleibt bei seiner Ablehnung bundesweiter Leitlinien für die Betreuung in Kitas. Für ein Bundesgesetz sei die Ausgangslage in den Ländern zu unterschiedlich, sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums in Wiesbaden am Mittwoch.

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Bundesfamilienministerin Schwesig (SPD) kritisiert Hessens Verhalten.

Quelle: Wolfgang Kumm/Archiv

Wiesbaden. Eine Vereinheitlichung würde nicht unbedingt mehr Qualität bedeuten. Zudem würde sie in den Verantwortungsbereich der Kommunen eingreifen und sie finanziell hart treffen. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) hatte das Verhalten Hessens kritisiert. Sie befürworte ein gemeinsames Qualitätsgesetz, das zum Beispiel die Größe der Gruppen festlege, sagte Schwesig.

Hessen arbeite an einer qualitativ hochwertigen Betreuung und investiere mit im Schnitt rund 435 Millionen Euro pro Jahr so viel Geld wie nie zuvor, sagte die Sprecherin in Wiesbaden. Das Land wolle die Einrichtungen vor Ort, die mit den neuen hessenweiten Standards beschäftigt seien, nicht mit weiteren Anforderungen belasten.

Nach einer Bertelsmann-Studie kommen in Deutschland durchschnittlich 9,3 Kinder in Krippen und Kindergärten auf eine Fachkraft. Die Experten der Stiftung empfehlen aber einen Schlüssel von 1 zu 3 bei den unter Dreijährigen und von 1 zu 7,5 bei den Kindergartenkindern. Hessen liegt laut der Studie unter dem westdeutschen Durchschnitt.

dpa

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