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Hessen kündigt Offensive zum Energiesparen an

Energie Hessen kündigt Offensive zum Energiesparen an

Das Land Hessen will Wirtschaft und Kommunen verstärkt zum Energiesparen bringen. Kleinen und mittleren Unternehmen solle eine kostenlose Energieberatung angeboten werden, kündigte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Dienstag in  Wiesbaden an.

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Al-Wazir (Grüne) stellte die «Energie-Agenda 2015» vor.

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Wiesbaden. Größere Firmen sollen in Netzwerken kooperieren. In Städten und Gemeinden wird die Umrüstung von Straßenlampen auf LED-Technik gefördert.

Insgesamt sieht die "Energie-Agenda 2015" zwölf Schritte zum Einsparen von Energie und zur besseren Effizienz vor. Dies sei ein zentraler Baustein der Energiewende, sagte Al-Wazir. "Energie, die nicht verbraucht wird, muss gar nicht erst produziert werden." Das Land will für die Agenda in den kommenden vier Jahren 15 Millionen Euro zusätzlich bereitstellen.

Gefördert werden neben der energetischen Sanierung im Mietwohnungsbau, für die es auch Bundesmittel gibt, Pilotprojekte für eine hauseigene Stromversorgung in Mehrfamilienhäusern. Der erzeugte Strom etwa über die Photovoltaik soll vor Ort direkt von den Mietern genutzt werden.

In den Kommunen setzt das Land auf die LED-Technik bei der Straßenbeleuchtung, die rund 30 Prozent des kommunalen Stromverbrauchs ausmache. 50 000 konventionelle Laternen - etwa zehn Prozent des Bestandes im Land - sollen umgerüstet werden. Ein Modellversuch in Gießen und Marburg sei sehr erfolgreich gewesen, sagte Al-Wazir.

Hessen hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 bei Stromversorgung und Wärmeerzeugung nur noch erneuerbare Energien zu nutzen. Hauptenergieträger soll die Windkraft sein. Rund zwei Prozent der Landesfläche sind für Windräder ausgewiesen.

Die SPD-Opposition findet die einzelnen Maßnahmen zwar prinzipiell gut, bemängelte aber ein fehlendes Gesamtkonzept zur Energiewende. Bei der Windkraft drücke sich Al-Wazir vor dem Konflikt mit dem CDU-Koalitionspartner, kritisierte der Abgeordnete Timon Gremmels. Viele Unions-Abgeordnete torpedierten in ihren Wahlkreisen den Ausbau von Windrädern. Der CDU-Abgeordnete Peter Stephan lobte dagegen Al-Wazirs Agenda als "guten Fahrplan" für die Energiewende.

dpa

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