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Hessen feiert Gründung vor 70 Jahren

Geschichte Hessen feiert Gründung vor 70 Jahren

Im ehemaligen IG-Farben-Haus in Frankfurt wurden 1945 die Dokumente für die Gründung Hessens unterschrieben. 70 Jahre danach feiert sich dort das Land - und gibt sich dabei selbstbewusst.

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Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier.

Quelle: Andreas Arnold

Frankfurt/Main -. Mit einer Feier im ehemaligen IG-Farben-Haus in Frankfurt hat das Land Hessen am Samstag an seine Gründung vor 70 Jahren erinnert. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) würdigte dabei den 19. September 1945 als einen geschichtlichen Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg.

Die damalige US-amerikanische Militärregierung habe Deutschland einen enormen Vertrauensvorschuss entgegengebracht, ohne den der Aufbau des Landes nicht denkbar gewesen wäre. "Dank der gemeinsamen Anstrengungen ist Hessen heute eine der dynamischsten und wirtschaftsstärksten Regionen der Europäischen Union - es ist ein Land, auf das wir stolz sein können", sagte Bouffier.

Der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel bezeichnete Hessen als ein weltoffenes und tolerantes Land. CDU-Fraktionschef Michael Boddenberg lobte "das Miteinander der unterschiedlichsten Kulturen", das vorbildlich gelebt werde.

In dem geschichtsträchtigen Gebäude der heutigen Goethe-Universität hatte General Dwight D. Eisenhower 1945 die "Proklamation Nr. 2" der US-Militärregierung unterzeichnet. Damit wurden die vormalige preußische Provinz Hessen-Nassau sowie der 1918/1919 geschaffene Volksstaat Hessen-Darmstadt unter dem provisorischen Namen "Groß-Hessen" vereinigt.

Die Hessische Verfassung wurde von der Verfassungsberatenden Landesversammlung in Wiesbaden am 29. Oktober 1946 beschlossen. Sie trat am 1. Dezember 1946 durch Volksabstimmung in Kraft. Sie war damit die erste Nachkriegsverfassung Deutschlands. Mit ihrer Annahme wurde auch das "Groß" in "Hessen" gestrichen.

Die CDU-Fraktion im Landtag bezeichnete am Samstag die heutige Verfassung als "überholt und nicht mehr zeitgemäß". Noch in diesem Jahr wolle sie daher einen Verfassungskonvent einsetzen, der "unter Berücksichtigung der historischen Tradition" eine Reform des Gesetzeswerks auf den Weg bringe.

dpa

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