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Hessen bessert sich im Bildungsvergleich - Kritik der Wirtschaft

Bildung Hessen bessert sich im Bildungsvergleich - Kritik der Wirtschaft

Hessen hat sich in einem deutschlandweiten Vergleich der Bildungssysteme zwar verbessert - liegt aber weiterhin nur im Mittelfeld. Der am Dienstag in Berlin veröffentlichte Bildungsmonitor 2014 des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) weist dem Land einen siebten Platz zu, ein Jahr zuvor rangierte es in dem Leistungscheck noch auf Platz neun.

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Der Kultusminister von Hessen, Lorz (CDU).

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Berlin/Wiesbaden. Verantwortlich für den nur mittelmäßigen Rang ist nach Angaben der Studie vor allem eine vergleichsweise schlechte Schulqualität. Punkten kann das Land hingegen mit der Förderung seiner Hochschulen und beruflichen Schulen. Die Vergleichsstudie bewertet anhand von 93 Indikatoren unter anderem, inwieweit ein Bundesland Bildungsarmut reduziert und zur Fachkräftesicherung beiträgt. Der Bildungsmonitor wurde zum elften Mal veröffentlicht.

Kultusminister Alexander Lorz (CDU) sprach von einem sehr ordentlichen Ergebnis. "Aber wir haben auch noch Luft nach oben." Der Fokus werde künftig auf dem Ausbau der Ganztagesangebote vor allem an den Grundschulen liegen, erklärten Lorz und CDU-Bildungsexperte Hans-Jürgen Irmer. Der Minister kündigte zudem mehr Qualität bei der Lehrerbildung an.

Der Vereinigung der Unternehmerverbände äußerte sich dagegen nicht zufrieden mit dem Ergebnis der Studie. Die Verbesserung im Länderranking sei zwar erfreulich, die Platzierung aber insgesamt nur Mittelmaß. Vor allem bei den Bildungsstandards in Mathematik und den Naturwissenschaften gebe es deutlichen Aufholbedarf. Zudem habe Hessen überdurchschnittlich viele Wiederholer in der Sekundarstufe I.

Auch die FDP-Fraktion forderte mehr Qualität in den Schulen im Land und warf der schwarz-grünen Koalition eine ambitionslose Schulpolitik vor. Die beschlossene Rückkehr zu G9 mit dem Abitur nach 13 Jahren werde zudem Unfrieden an Hessens Schulen stiften.

dpa

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