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Hessen-FDP will Schüler mit Tablet-Computern ausstatten

Parteien Hessen-FDP will Schüler mit Tablet-Computern ausstatten

Die Kommunalwahl ist schon viele Wochen her - die hessische FDP freut sich immer noch über ihr gutes Ergebnis. Auf dem Parteitag geht es um liberale Themen in den Parlamenten von Land und Kommunen - und um digitale Bildung auch schon für Grundschüler.

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FDP-Fraktionsvorsitzender Florian Rentsch.

Quelle: S. Rohrmeier/Archiv

Bad Homburg. Mit Tablet-Computern für Schüler will die hessische FDP das Bildungsniveau im Land heben. Eine entsprechende Forderung beschloss ein Landesparteitag am Samstag in Bad Homburg im Taunus, wie ein FDP-Sprecher berichtete. Die Hessen-FDP setzt demnach auf eine umfassende Modernisierung aller Schulen mit Tablet-Computern für jeden Schüler ab der dritten Klasse. "Bildung ist nicht nur ein ökonomischer Faktor, um Geld zu verdienen", sagte der Landesvorsitzende Stefan Ruppert. Bildung sei die Voraussetzung für eine mündige Gesellschaft. Rund 300 Delegierte waren laut dem Sprecher bei dem FDP-Parteitag am Samstag und Sonntag zusammenkommen.

"Keine Idee ist moderner, als die des selbstbestimmten, gut ausgebildeten Bürgers", ergänzte Ruppert. Die Liberalen setzen sich auch für eine Fremdsprache vom zweiten Schuljahr an ein. Ein vom Vorstand eingebrachter Vorschlag einer Kindergartenpflicht für Kinder ab drei Jahren mit Sprachproblemen wurde nach den Beratungen jedoch gestrichen, wie der FDP-Sprecher berichtete.

Im Kampf gegen Altersarmut schlagen die Freidemokraten ein steuerlich gefördertes Altersvorsorgekonto vor, auf dem alle Beträge zusammenfließen, die Arbeitnehmer privat und über den Betrieb für ihren Ruhestand ansparen. Einen entsprechenden Leitantrag billigten die Delegierten am Sonntag.

Rund elf Wochen nach den hessischen Kommunalwahlen mit dem guten Abschneiden seiner Partei betonte Ruppert: "Die FDP ist wieder da." Die Liberalen erreichten 6,4 Prozent, fünf Jahre zuvor waren es noch 3,9 Prozent gewesen. Laut Statistischem Landesamt verdoppelte die FDP ihre Zahl von Verordneten in den kreisfreien Städten im Vergleich zu 2011 von 15 auf 30 Mandate. In den Landkreistagen kletterte die Abgeordnetenzahl von 61 auf 90.

Den AfD-Vertretern in den kommunalen Parlamenten müssen nach den Worten des FDP-Fraktionsvorsitzenden im Landtag, Florian Rentsch, vor allem "gute Argumente" entgegen gesetzt werden. "Uns mit der AfD zu messen, wird nicht einfach werden", sagte er. Es sei aber zu wenig, auf die AfD einzuschlagen. "Man wird Populisten nicht mit Populismus schlagen." Vielmehr müssten sich die AfD-Mandatsträger in den Kommunen nun zu mehr politischen Themen erklären als nur zur Flüchtlingspolitik.

dpa

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