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Hartmannbund Hessen fordert Notdienst-Gebühr

Gesundheit Hartmannbund Hessen fordert Notdienst-Gebühr

Die Ärzte-Vereinigung Hartmannbund fordert eine Notdienstgebühr, die alle Patienten bei jedem Arztkontakt zahlen sollen. Nur so lasse sich den steigenden Fallzahlen in Rettungsdienst und ärztlichem Notdienst Einhalt gebieten, sagte der Vorsitzende des hessischen Landesverbandes, Ingo Niemetz aus Kassel, der "Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen".

Kassel. Zu oft würden Not- und Rettungsdienste bei Lappalien aufgesucht. Als Ursache sieht Niemetz, dass ärztliche Leistungen völlig ungesteuert in Anspruch genommen werden könnten. Über die Zahlung einer Gebühr lasse sich das Verhalten ändern. "Nur mit Appellen funktioniert es leider nicht." Eine Lösung sei, die Eigenverantwortung der Patienten zu stärken, "und dies geht nur über eine angemessene Selbstbeteiligung".

Wie hoch die Notdienstgebühr ausfallen sollte, sagte Niemetz nicht. Aber als Orientierung verwies er auf Regelungen in anderen Ländern. So koste zum Beispiel in Australien jeder Arztkontakt eine Gebühr von 20 Dollar, umgerechnet etwa 14 Euro. Derzeit seien vor allem Ärzte Leidtragende der steigenden Fallzahlen. Denn die Krankenkassen zahlen Pauschalen pro Patient und Quartal, unabhängig von der Zahl der Arztbesuche.

dpa

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