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Grundschulverband kritisiert "Pakt für Nachmittag" scharf

Schulen Grundschulverband kritisiert "Pakt für Nachmittag" scharf

Der geplante Ausbau der Nachmittagsbetreuung an den Grundschulen kommt bei den hessischen Lehrern nicht gut an. "Wir können dem "Pakt für den Nachmittag" nichts abgewinnen", sagte Ilse Marie Krauth, die Vorsitzende der Landesgruppe Hessen im Grundschulverband, der dpa.

Wiesbaden. "Aus unserer Sicht ist dieser Pakt Augenwischerei, eine Billiglösung zulasten der derzeit schon überlasteten Grundschullehrkräfte". Der Verband hat nach eigenen Angaben bundesweit bis zu 14 000 Mitglieder.

Der Ausbau soll nach dem Willen der schwarz-grünen Landesregierung im Schuljahr 2015/16 in Kassel, Frankfurt und Darmstadt sowie den Kreisen Darmstadt-Dieburg, Bergstraße und Gießen beginnen. Ein Jahr später soll der Pakt auf das ganze Land ausgeweitet werden.

Laut "Pakt" soll es für Grundschüler zwischen 07.30 und 17.00 Uhr ein "Bildungs- und Betreuungsangebot" geben, das vor allem berufstätige Eltern entlasten soll. Das Betreuungsangebot ist freiwillig - die Kommunen müssen aber für die drei Nachmittagsstunden die finanzielle und organisatorische Verantwortung übernehmen.

Grundschulen müssten sich schrittweise zu echten und inklusiven Ganztagsschulen entwickeln, sagte Krauth. Kinder sollten einen Rechtsanspruch auf den Besuch einer gebundenen Ganztagsschule bekommen. Dies müsse bis zu 40 Wochenstunden Bildungszeit ebenso umfassen wie pädagogisch qualifiziertes Personal.

dpa

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