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Grüttner verschickt Fragebogen für Runden Tisch zur Kinderbetreuung

Familie Grüttner verschickt Fragebogen für Runden Tisch zur Kinderbetreuung

Hessens Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) will von den Kommunen, Kitas, Elterninitiativen und Unternehmen im Land wissen, wo es bei der Versorgung der unter Dreijährigen klemmt.

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Hessens Sozialminister Stefan Grüttner.   

Quelle: Jens Wolf/Archiv

Wiesbaden. Grüttner kündigte am Mittwoch für den 9. Juli einen Runden Tisch zur Kinderbetreuung im Land an. Als Vorbereitung für das Treffen sollen die Teilnehmer einen Fragebogen zu den drängendsten Problemen ausfüllen.

In dem Papier soll nach Angaben des Ministers erklärt werden, wie konkret die Mittel zur Sprachförderung eingesetzt werden oder ob es genug Fachkräfte in den Kitas gibt. Dargelegt werden soll auch, ob die Eltern mehr auf Kitas zurückgreifen oder der Bedarf an Tagesmüttern- und Tagesvätern wächst.

In Hessen gab es laut Ministerium Anfang des Jahres rechnerisch für 38,4 Prozent aller Kinder unter drei Jahren einen Betreuungsplatz. 57 400 Plätze wurden bis Januar eingerichtet. Aktuellere Zahlen lägen derzeit nicht vor, sagte eine Ministeriumssprecherin. Die Bundesländer hatten sich im vergangenen Jahr auf eine rechnerische Versorgungsquote von 35 Prozent geeinigt.

Zu dem Runden Tisch sind neben den kommunalen Spitzenverbänden auch die Kirchen und die Liga der Freien Wohlfahrtspflege als Kita-Träger eingeladen. Ferner sollen Elterninitiativen, Gewerkschaften, Unternehmerverbände, Interessenvertreter der Kindertagespflege und von Kindern mit Behinderungen an dem Gespräch teilnehmen.

Die Regierungsfraktionen von CDU und Grünen begrüßten die Initiative als wichtigen Schritt zur Verbesserung der Kinderbetreuung im Land. Kritik kam von den Linken: Das Geld für die Kinderbetreuung reiche nicht aus, erklärte die Abgeordnete Marjana Schott. Es gebe zu wenige Erzieher für kleine Gruppen. Außerdem müssten die Öffnungszeiten stärker am Bedarf der Eltern ausgerichtet werden.

dpa

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