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Grünen-Politiker Koenigs kandidiert nicht für Bundestag

Parteien Grünen-Politiker Koenigs kandidiert nicht für Bundestag

Nach zwei Legislaturperioden soll für den Gießener Bundestagsabgeordneten Schluss im Parlament sein. Der 72-Jährige will Jüngeren und neuen Ideen Platz machen.

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Tom Koenigs (Grüne) tritt nicht mehr zur Bundestagswahl an.

Quelle: Chris Melzer/Archiv

Gießen/Berlin. Der Grünen-Politiker Tom Koenigs will im kommenden Jahr seine Zeit im Bundestag beenden. Bei der Bundestagswahl 2017 werde er nicht kandidieren, sagte ein Sprecher von Koenigs' Berliner Abgeordnetenbüro am Donnerstag. Koenigs sitzt seit 2009 für den Gießener Wahlkreis im Parlament, er ist dort menschenrechtspolitischer Sprecher seiner Fraktion.

Es sei "eine gute Zeit aufzuhören", zitierte der Gießener Grünen-Kreisverband den 72 Jahre alten Politiker. Er wolle Platz machen für gute, engagierte und jüngere Kräfte. "Wir brauchen auch neue Ideen, neue Gesichter und Impulse." Zuvor hatte die "Gießener Allgemeine Zeitung" über Koenigs' Entschluss berichtet.

Koenigs gehört zu den Grünen der ersten Stunde. Von 1989 bis 1999 war er Umweltdezernent der Stadt Frankfurt und von 1993 bis 1997 Kämmerer. Danach wechselte er auf das internationale Parkett: Für die Vereinten Nationen ging er in den Kosovo, nach Guatemala und Afghanistan. Koenigs war zudem ein Jahr lang Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung. 2009 dann zog er für die Gießener Grünen in den Bundestag und wurde 2013 wiedergewählt.

Koenigs stammt aus einer Kölner Bankiersfamilie, studierte Betriebswirtschaftslehre - schweißte in jungen Jahren aber auch bei Opel, um die Arbeiter für revolutionäre Ideen zu begeistern. In den 1970er Jahren verteilte er sein Erbe an Widerstandskämpfer in Chile und an den Vietcong.

dpa

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