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Großenlüder gegen Bordell: Sperrbezirk verbietet Prostitution

Kommunen Großenlüder gegen Bordell: Sperrbezirk verbietet Prostitution

Zum Schutz vor der Ansiedlung eines Bordells ist die Gemeinde Großenlüder (Kreis Fulda) nun ein Sperrbezirk. Im gesamten Gemeindegebiet sei Prostitution untersagt, teilte das Regierungspräsidium (RP) Kassel am Donnerstag mit.

Großenlüder. Die Behörde habe das Verbot auf Antrag der Gemeinde ausgesprochen. Damit solle die Jugend geschützt und der "öffentliche Anstand" gewahrt bleiben. Die Gemeinde hatte das Verbot beantragt, weil sie befürchtete, am Rande von Großenlüder könnte ein Bordellbetrieb entstehen.

Der Bürgermeister von Großenlüder, Werner Dietrich (parteilos), sagte, es habe "konkrete Hinweise" für die Ansiedlung eines Bordells gegeben. "Wir wussten, dass es starkes Kaufinteresse für ein, zwei Gebäude von gewissen Leuten gibt", sagte der Rathaus-Chef der rund 8500 Einwohner zählenden Gemeinde nordwestlich von Fulda.

Dietrich betonte, ein Bordell sei unzumutbar in der Nähe eines Kindergarten- und Schulbereichs sowie von Sportanlagen. "Außerdem wollen wir auch nicht unterstützen, dass in solchen Etablissements Frauen ausgebeutet werden", sagte er.

Anders als in Großstädten könne in Gemeinden mit weniger als 20 000 Einwohnern nur das gesamte Gemeindegebiet zum Sperrbezirk erklärt werden, erklärte das RP. Die Verordnung werde nun im Staatsanzeiger veröffentlicht. Sie tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung in Kraft.

dpa

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