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Gröhe weiterhin gegen organisierte Sterbehilfe

Justiz Gröhe weiterhin gegen organisierte Sterbehilfe

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat seine Forderung zum Verbot von organisierter Sterbehilfe bekräftigt. Hilfe zur Selbsttötung sei keine ärztliche Aufgabe, stellte Gröhe am Montag beim 6. Evangelischen Juristenforum im Bundessozialgericht in Kassel klar.

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Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU).

Quelle: Uwe Zucchi

Kassel. "Zum Menschsein gehört auch, dass wir nicht nur zu Lebensbeginn, sondern auch zum Ende abhängig werden von anderen", betonte er. Abgesehen von dem Ausbau der Prävention vor Selbstmorden wolle die Regierung in dieser Legislaturperiode auch die Psychiatrie-Richtlinie und die Psychotherapeuten-Ausbildung überarbeiten. Der Titel des Forums war "Hilfe beim Sterben statt Hilfe zum Sterben - Palliativmedizin als Alternative zum ärztlich assistierten Suizid?".

Der Ethik-Professor und stellvertretende Vorsitzende des deutschen Ethikrates, Peter Dabrock, sagte, es müsse auch darauf ankommen, die vierte Lebensphase zu gestalten und nicht nur auszuhalten. Die Grenze zwischen einem ärztlich assistierten Suizid und Tötung auf Verlangen sei "schmaler, als viele denken wollen. Wer das eine heute zulässt, der kann das andere später kaum ablehnen." Zudem sei ein ärztlich assistierter Suizid ein erheblicher Kulturwechsel im Selbstverständnis der Ärzte, wenn Mediziner nicht mehr nur Leben retten, sondern auch die Aufgabe hätten, Leben zu beenden. Aktive Sterbehilfe und Tötung auf Verlange sind in Deutschland verboten.

dpa

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