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Gießener Regierungspräsident Witteck tritt zurück

Behörden Gießener Regierungspräsident Witteck tritt zurück

Der Gießener Regierungspräsident Lars Witteck (CDU) gibt überraschend sein Amt auf. Er werde für diese Tätigkeit nicht mehr zur Verfügung stehen, bestätigte das Regierungspräsidium am Mittwoch Medienberichte.

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Lars Witteck (CDU) will sein Amt im Oktober aufgeben.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Gießen. Der 41-Jährige werde im Oktober aufhören. Dem Vernehmen nach wechselt er in die Wirtschaft. Wer sein Nachfolger wird, ist noch unklar.

Der Jurist steht seit sechs Jahren an der Spitze der Behörde, zuvor hatte er als Richter gearbeitet. Als Grund für seinen Rückzug gab Witteck an, er wolle nicht bis zu seiner Pensionierung als Berufspolitiker arbeiten, wie die Pressestelle des Regierungspräsidiums mitteilt.

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bedauere den Rückzug sehr, sagte ein Regierungssprecher. "Herr Witteck hat hervorragende Arbeit geleistet in Gießen." Vor allem habe er sich um die hessische Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge verdient gemacht. Ein Nachfolger werde rechtzeitig bekanntgegeben. 

Wittecks Einsatz für die Einrichtung für Flüchtlinge hob auch der hessische Finanzminister Thomas Schäfer (CDU), der ebenfalls aus Mittelhessen stammt, hervor. Witteck habe sich hier "fürsorglich, entschieden und mit der notwendigen Offenheit" gezeigt. "Schade, dass sein Einsatz für die Region verloren geht", sagte er laut Mitteilung. Schäfer hob hervor: "Dr. Lars Witteck ist Mittelhesse - von Geburt und von Amts wegen. Das Amt gibt er nun auf, Mittelhesse bleibt er."

In der Debatte um den behördlichen Umgang mit der 2012 geschlossenen Recycling-Firma Woolrec in Braunfels (Lahn-Dill-Kreis) hatten Bürger dem Regierungspräsidenten wiederholt Untätigkeit vorgeworfen. Die Behörde wies die Anwürfe als unbegründet zurück. Woolrec hatte Abfälle gefährlicher, künstlicher Mineralfasern verarbeitet.

Das Regierungspräsidium Gießen übernimmt Verwaltungsaufgaben des Landes Hessen wie etwa die Regionalplanung. 101 Gemeinden und Städte in Mittelhessen gehören dem 1981 eingerichteten Regierungsbezirk an. Die Städte Darmstadt und Kassel sind die Sitze der beiden anderen Regierungspräsidien in Hessen.

dpa

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