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Gewalt gegen Flüchtlingsheime: Kreis will dagegen mobilisieren

Ausländer Gewalt gegen Flüchtlingsheime: Kreis will dagegen mobilisieren

Nach der Beschädigung einer für Flüchtlinge gedachten Unterkunft im Kreis Limburg-Weilburg und der Bedrohung eines Bürgermeisters wollen Kommunalpolitiker und Landtagsabgeordnete aller Parteien gemeinsam gegen die Gewalt vorgehen.

Limburg. Der Kreis stehe zu der Aufnahme von Flüchtlingen, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung. Für Gewaltanwendung, persönliche Beleidigung oder rechtsradikale Parolen gebe es keine Toleranz.

Zuletzt war in Beselich-Niedertiefenbach vor wenigen Tagen ein noch als Gasthaus genutztes Gebäude beschädigt worden, das zu einer Unterkunft für Flüchtlinge umgebaut werden soll. Die Polizei nahm am Dienstag einen 58-Jährigen fest, in dessen Wohnung zwei Luftgewehre, ein Schreckschussrevolver und eine Schleuder mit dazugehörigen Kugeln gefunden wurden. Der parteilose Beselicher Ortsbürgermeister Michael Franz hatte zuvor E-Mails mit Beleidigungen erhalten. In denen war unter anderem auch gedroht worden, die neue Unterkunft in Niedertiefenbach werde in Flammen aufgehen.

Landrat Manfred Michel (CDU) kündigte an, dass der Bevölkerung in den kommenden Monaten auf Versammlungen Ängste vor dem Zusammenleben mit fremden Menschen genommen werden sollen. Der Kreis müsse in diesem Jahr weitere 1200 Flüchtlinge aufnehmen und werde sich zusammen mit den Kommunen dieser Aufgabe stellen.

dpa

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