Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Gesundheitsökonom: Große Hürden bei Klinik-Fusionen

Krankenhäuser Gesundheitsökonom: Große Hürden bei Klinik-Fusionen

Der Gesundheitsökonom Prof. Thomas Busse ist skeptisch, ob Fusionen für kommunale Krankenhäuser ein Allheilmittel sind. Das städtische Klinikum Frankfurt in Höchst und die Kliniken des Main-Taunus-Kreises werden gerade zusammengeführt und auch anderswo in Hessen werden solche Modelle diskutiert.

Voriger Artikel
Dreyer räumt Fehler des Ministeriums bei Hahn-Verkauf ein
Nächster Artikel
Bundesweites Schlusslicht: Weniger Einbürgerungen in Hessen

Ein Tropf steht vor dem Haupteingang der Hochtaunus-Kliniken.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Frankfurt/Main. "Die Grundidee ist gut", sagte Busse der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Ich hoffe sehr, dass das funktioniert, aber ich habe da große Zweifel."

Die Hürden seien hoch. Erstens die Politik: "Da reden zu viele mit, die keine Ahnung haben, politischer Einfluss ist eher schädlich." Zweitens die Kultur der Häuser: "Das ist ja keine Liebesheirat, das ist eine politisch-ökonomische Zwangsheirat." Drittens die Struktur: "Die Häuser sind unterschiedlich groß, da wird nicht auf Augenhöhe verhandelt." Viertens zu viel Konkurrenz: "Man will aus dem Tal der Tränen durch Fallzahl-Steigerung: schwierig im überversorgten Rhein-Main-Gebiet."

Was über Erfolg oder Scheitern entscheide, sei ein überzeugendes medizinisches Konzept, sagte der Professor für Pflege- und Gesundheitsmanagement der Frankfurt University. Der eine Partner müsse Abteilungen aufgeben, damit der andere größer werden kann. Busse ist sicher: Für Höchst sei die Fusion "der letzte Versuch", eine Privatisierung abzuwenden.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr