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Gersfelder Bürgermeister Wolff legt Amt nieder: "Klima vergiftet"

Kommunen Gersfelder Bürgermeister Wolff legt Amt nieder: "Klima vergiftet"

Der Bürgermeister von Gersfeld in der Rhön, Peter Wolff (FDP), hat das Handtuch geworfen und gibt die Amtsführung auf. Das habe er am Mittwochabend dem Stadtverordnetenvorsteher mitgeteilt, sagte der Kommunalpolitiker am Donnerstag und bestätigte einen Bericht der "Fuldaer Zeitung".

Gersfeld. Am vergangenen Donnerstag hatten die Vertreter im Stadtparlament mit großer Mehrheit für ein Abwahlverfahrens des Rathaus-Chefs votiert. Die Kommunalpolitiker waren unzufrieden mit seiner Arbeit. Wolff leiste zu wenig und habe sein Verwaltungspersonal nicht im Griff, hieß es. Zudem sei das Vertrauensverhältnis der Fraktionen zu ihm zerrüttet.

Zunächst wollte es Wolff in dem 5800 Einwohner zählenden Luftkurort unterhalb der Wasserkuppe noch auf das Abwahlverfahren ankommen lassen. "Ich bin fest davon überzeugt, dass ich das Verfahren zu meinen Gunsten entschieden hätte", befand Wolff. Nun aber verzichtet er doch auf die Nagelprobe. "Das Klima ist dermaßen vergiftet. Eine sachliche Zusammenarbeit ist nicht mehr möglich", sagte der 55-Jährige, der nur rund 18 Monaten im Amt war. Für ihn muss der Erste Stadtrat Knut Kersten (BWG) die Geschäfte einstweilen führen. Noch vor den Sommerferien soll Wolffs Nachfolger gewählt werden.

dpa

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