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Gericht: Grenzen für Erbschaftsteuerbefreiung bei Wohnungen

Finanzen Gericht: Grenzen für Erbschaftsteuerbefreiung bei Wohnungen

Das Hessische Finanzgericht (HFG) in Kassel hat die engen Grenzen zur Erbschaftsteuerbefreiung bei Wohnungseigentum bestätigt. Ein Alleinerbe ist demnach nicht von der Erbschaftsteuer für eine Wohnung befreit, wenn er diese nicht selbst nutzt, sondern unentgeltlich seiner Mutter überlässt.

Kassel. Das entschied das Gericht in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil (Az. 1 K 118/15).

Geklagt hatte eine Frau, ihr 2010 gestorbener Vater hatte ihr die Wohnung vermacht. Die Frau argumentierte, weil das Objekt nun von der Mutter allein genutzt werde, sei es weiter ein Familienwohnheim. Zudem nutze sie die Wohnung regelmäßig selbst, deshalb sei diese von der Erbschaftssteuer befreit.

Dieser Auffassung folge das Finanzgericht nicht. Eine Steuerbefreiung erfordere, dass sich in der Wohnung der Mittelpunkt des familiären Lebens des Erben befinde. Hierfür sei es nicht ausreichend, dass die Klägerin die Wohnung ihrer Mutter überlassen und selbst gelegentlich zwei Räume genutzt habe. "Wegen grundsätzlicher Bedeutung und zur Fortbildung des Rechts" ließ das Finanzgericht die Revision zum Bundesfinanzhof (BFH) zu.

dpa

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