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Gerangel bei Hessen-FDP um Listenplätze für Bundestagswahl

Parteien Gerangel bei Hessen-FDP um Listenplätze für Bundestagswahl

In der hessischen FDP wird kräftig um die Kandidaturen für die Bundestagswahl im kommenden Jahr gerangelt. Auf dem Landesparteitag der Liberalen an diesem Samstag (8. Dezember) in Bad Homburg dürfte es zumindest für den Spitzenplatz auf der Liste eine Kampfabstimmung geben.

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Solms will Spitzenkandidat der FDP werden.

Quelle: Bernd Wüstneck/Archiv

Wiesbaden. Führende Köpfe der Partei erwarten deshalb nicht unbedingt eine harmonische Versammlung. Gewählt wird der Bundestag im Herbst 2013.

Um den Platz ganz oben auf der Liste wollen sich der Vizepräsident des Bundestags, Hermann Otto Solms aus dem mittelhessischen Lich, und der Bundestagsabgeordnete Heinrich Kolb aus Südhessen streiten. Solms gilt als ausgewiesener Finanzpolitiker, Kolb als ebenso renommierter Sozialpolitiker der Liberalen. Beide werden als eher konservativ eingestuft.

Wie das Rennen ausgeht, ist selbst für die Parteifreunde unsicher. "Das wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen", sagt FDP-Landeschef und Justizminister Jörg-Uwe Hahn. Dabei komme es auf die jeweilige Kandidatenrede an. "Die Tagesform und die Stimmung auf dem Parteitag ist wichtig."

Dass es überhaupt zu solchen Abstimmungen kommen kann, liegt an der schwächelnden Position der Liberalen - nicht nur in Hessen. Zur Zeit sitzen noch acht Abgeordnete der hessischen FDP im Bundestag. Nach den letzten Umfragen müssen die Liberalen aber um den Wiedereinzug in das Reichstagsgebäude bangen. "Aber die Hoffnung stirbt zuletzt", sagt ein hochrangiger Liberaler.

Wenn bundesweit der Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde gelingt, rechnen die Liberalen in Hessen mit vier, höchstens fünf Vertretern in der Bundestagsfraktion. Und da kommen andere Punkte der Partei-Arithmetik ins Spiel. Stefan Ruppert, der Vorsitzende des größten Bezirks Rhein-Main, hat angekündigt, sich für Listenplatz zwei zu bewerben. Aber auch Hans-Joachim Otto will wieder antreten - obwohl er erst im Mai den Bezirksvorsitz Rhein-Main an Ruppert abgeben musste.

Bisher war unter den acht hessischen FDP-Parlamentariern im Bundestag nur eine Frau: die Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans (61). Die Nordhessin will aber genauso wenig wieder antreten wie Wolfgang Gerhardt (68), der seit 1994 dem Bundestag angehört.

Der Frauenanteil soll nun erhöht werden. Mindestens eine weibliche Kandidatin auf den ersten vier Plätzen sei Pflicht, sagen führende FDP-Männer. Landeschef Hahn spricht sogar von vier Frauen unter den ersten zehn Kandidaten. Die größten Chancen werden dabei Eva Christina Scharbatke von der Jugendorganisation JuLis und der Kreisvorsitzenden Main-Taunus, Bettina Stark-Watzinger eingeräumt.

dpa

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