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Genossenschaften wollen mehr Bauland: Stadt unterstützt sie

Kommunen Genossenschaften wollen mehr Bauland: Stadt unterstützt sie

Baugenossenschaften sollen auf dem stark angespannten Frankfurter Wohnungsmarkt mehr Gewicht bekommen. Ziel des schwarz-grün regierten Magistrats sei es, bei allen Neubauten mindestens 15 Prozent für Genossenschaften und Bauherrengruppen zu reservieren, sagte Bürgermeister Olaf Cunitz (Grüne).

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Preiswerte Wohnungen werden in Frankfurt händeringend gesucht.

Quelle: Arne Dedert

Frankfurt/Main. Ungefähr 650 neue Wohnungen könnten die Baugenossenschaften in den nächsten sechs Jahren zur Verfügung stellen, sagte der Sprecher einer am Montag unterschriebenen Kooperation der sieben größten Frankfurter Wohnungsbaugenossenschaften, Ulrich Tokarsi. Der Mietpreis pro Quadratmeter liege bei Neubauten derzeit bei zehn Euro.

Die stark wachsende Stadt müsse mehr Bauland ausweisen, um dramatische soziale Probleme zu verhindern, sagte Cunitz. Der Zusammenschluss der Genossenschaften sei ein starkes Gegengewicht gegen diese drohende Entwicklung. Cunitz appellierte an die große Koalition in Berlin, sich dafür stark zu machen, dass Konversionsflächen günstiger abgegeben werden könnten.

Um geeignete Grundstücksflächen für neue Wohnungen zu finden, müsse an den Stadträndern und über die Stadtgrenzen hinaus gesucht werden, betonte Oberbürgermeister Peter Feldmann. Der Sozialdemokrat lobte das Prinzip der Genossenschaft, das in Selbsthilfe eine Struktur schaffe, die soziales, solidarisches Leben positiv organisiere.

Rund 10 000 Wohnungen und 13 000 Mitglieder haben die sieben Genossenschaften derzeit in Frankfurt, sagte Tokarsi. Um Mitglied zu werden, müssten Anteile für etwa 625 bis 2500 Euro erworben werden. Die Kaltmiete beträgt im Durchschnitt 5,50 Euro pro Quadratmeter. Die Genossenschaften seien insolvenzsicher, der Gewinn fließe in die Erhaltung und den Neubau von Wohnungen. Sie böten lebenslanges Wohnrecht für die Mieter, die sich mitverantwortlich fühlten. Die Wartezeiten für eine Wohnung lägen derzeit - je nach Lage - bei bis zu einem halben Jahr.

dpa

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