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Geheimdienst-Gegner demonstrieren gegen US-Militärgelände

Demonstrationen Geheimdienst-Gegner demonstrieren gegen US-Militärgelände

Gegen Schnüffelaktionen des amerikanischen Geheimdienstes NSA haben mehrere Hundert Demonstranten im südhessischen Griesheim protestiert. Das Treffen am Samstag richtete sich gegen die abgeschirmte US-Einrichtung "Dagger Complex" zwischen Griesheim und Darmstadt.

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Mehrere hundert Menschen protestierten in Griesheim.

Quelle: Boris Roessler/Archiv

Griesheim/Darmstadt. Die Demonstranten vermuten, dass es sich bei dem Gelände um einen NSA-Horchposten handelt.

"Der Dagger Complex ist ein Puzzleteil in einem ganzen Spionagesystem. Wir brauchen wirksame Gesetze, die uns vor der Überwachung durch die Geheimdienste schützen", sagte Isolde Albrecht von Attac Darmstadt am Sonntag. Das globalisierungskritische Netzwerk ist Teil des Bündnisses "Demokratie statt Überwachung", das zu der Aktion aufgerufen hatte. Die Polizei sprach von rund 300 Demonstranten, die Veranstalter von fast 500.

Zum Auftakt der Demonstration am Samstag hatte der ehemalige Julian-Assange-Vertraute und WikiLeaks-Sprecher Daniel Domscheit-Berg vor Überwachung und Datenmissbrauch gewarnt. "Wir sind heute an einem Zeitpunkt, wo wir seit mehr als einem halben Jahr jeden Tag wieder mit noch mehr Details konfrontiert werden zu einem Überwachungsapparat, der entstanden ist, um uns alle zu kontrollieren", sagte Domscheit-Berg.

Proteste am "Dagger Complex" hatte es auch im vergangenen Jahr gegeben. Initiiert hatte sie der Aktivist Daniel Bangert, der zum Spaß die Organisation "NSA-Spion-Schutzbund" ins Leben rief. Seine Gruppierung gehört ebenfalls zum Bündnis, das sich im Dezember 2013 gründete.

dpa

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