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Gegendemo stellt "Kagida" in den Schatten

Demonstrationen Gegendemo stellt "Kagida" in den Schatten

Rund 2000 Teilnehmer haben nach Polizeiangaben in Kassel am Montagabend friedlich gegen eine Kundgebung unter dem Motto "Kassel gegen die Islamisierung des Abendlandes (Kagida)" demonstriert.

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Auch gegen «Kagida» wird demonstriert.

Quelle: Uwe Zucchi/Archiv

Kassel. "Wir stehen für eine bunte Stadt, in der jede und jeder ein freier Mensch ist, der sein Leben leben kann, ohne dabei andere in ihrer Freiheit zu beschränken", hieß es unter anderem im Aufruf der Veranstalter der Gegendemonstration. Der Protest unter dem Motto "Kassel für alle - ein weltoffenes Kassel" wurde unter anderem unterstützt vom Kasseler Ausländerbeirat, von politischen Parteien, Menschenrechtsverbänden, der Kirche und mehreren Hochschulgruppen.

Der "Kagida"-Protest fiel dagegen vergleichsweise klein aus: Am Abend versammelten sich "ganz genau 165 Menschen" zur vierten Kundgebung, wie die Polizei mitteilte. Ihre Kritik ist gekoppelt an das Bündnis "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" ("Pegida"), das sich gegen eine angebliche "Überfremdung" Deutschlands wendet. Experten ordnen Teile der Organisatoren und Demonstranten dem rechtsextremen Spektrum zu. Am Rande der Proteste in Kassel kam es zu leichten Auseinandersetzungen, acht Menschen wurden dabei vorläufig festgenommen.

Genährt wird die "Pegida"-Bewegung nach Ansicht von Sozialforschern von einer diffusen Angst vor sozialem Abstieg. In Dresden waren zuletzt am vergangenen Montag rund 15 000 Menschen zu einer "Pegida"-Kundgebung gekommen.

Nicht nur in Kassel gab es Gegendemonstrationen: In München versammelten sich 12 000 Menschen zum Protest gegen das antiislamische Bündnis, in Dresden waren es 2000 und in Bonn 2500.

dpa

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