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Gauck: Möglichkeiten in Flüchtlingskrise "sind endlich"

Geschichte Gauck: Möglichkeiten in Flüchtlingskrise "sind endlich"

Bundespräsident Joachim Gauck hat Verständnis für Ängste in der Bevölkerung angesichts der wachsenden Flüchtlingszahlen geäußert. Es spüre wohl fast jeder, wie sich in die große Hilfsbereitschaft der Menschen auch Sorge schleiche, "wie das menschliche Bedürfnis, Bedrängten zu helfen, von der Angst vor der Größe der Aufgabe begleitet wird", sagte Gauck am Samstag beim Festakt zu 25 Jahren deutscher Einheit in Frankfurt.

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Bundespräsident Joachim Gauck hält beim Festakt eine Rede.

Quelle: Bernd von Jutrczenka/Archiv

Frankfurt/Main. "Dies ist unser Dilemma: Wir wollen helfen. Unser Herz ist weit. Aber unsere Möglichkeiten sind endlich."

Das Staatsoberhaupt hatte bereits vor einer Woche mit diesen Worten auf Grenzen bei der Aufnahme von Flüchtlingen hingewiesen und damit eine Debatte über den Kurs in der Asylpolitik ausgelöst.

Gauck betonte nun, die Aufnahme und Integration der Flüchtlinge werde Deutschland noch Generationen beschäftigen. Denn anders als 1990 solle nun zusammenwachsen, was bisher nicht zusammen gehört habe. Heute seien angesichts unterschiedlicher Kulturen und Religionen viel größere Distanzen zu überwinden als damals. Solche Annäherungsprozesse seien in Demokratien auch verbunden mit Kontroversen. "Lassen Sie aus Kontroversen keine Feindschaft entstehen", mahnte Gauck unter dem Beifall der Festgäste.

Gauck sieht bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise Europa "mitten in einer Zerreißprobe". Noch habe der Druck die Staaten nicht zusammengeführt. "Allerdings zeigen die jüngsten Entscheidungen der Europäischen Union, dass die Einsicht wächst: Es kann keine Lösung in der Flüchtlingsfrage geben - es sei denn, sie ist europäisch."

dpa

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