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Fußfesselträger werden bundesweit in Bad Vilbel überwacht

Landtag Fußfesselträger werden bundesweit in Bad Vilbel überwacht

Die Träger von elektronischen Fußfesseln werden bundesweit im hessischen Bad Vilbel überwacht. Die gemeinsame Überwachungsstelle der Länder (GÜL) hat Anfang 2012 ihre Arbeit aufgenommen.

Wiesbaden. Experten können mit Hilfe von GPS jederzeit die Fußfesselträger orten. Diese Ortung wird permanent aufgezeichnet, darf laut Justizministerium aus datenschutzrechtlichen Gründen aber nicht ständig, sondern lediglich im Alarmfall eingesehen werden.

Auf einer Karte erscheint dann ein roter Alarmpunkt, der den Standort des Verdächtigen zeigt. Gleichzeitig sind grüne Pfeile zu sehen, die den Weg der Person zum Ort des Alarms nachzeichnen. Sollte der Träger der Fußfessel von dort fliehen, zeigt das System nach Angaben des Justizministeriums auch den Fluchtweg auf.

In dem System können auch sogenannte Einschlusszonen hinterlegt werden, die die Person mit der Fußfessel nicht ohne Erlaubnis verlassen darf. Geschieht das dennoch, wird ein Alarm ausgelöst. Wann immer ein Fußfesselträger den vom Gericht festgelegten Aufenthaltsradius missachtet, erhält auch die GÜL automatisch eine SMS. Alarm wird bei der Überwachungsstelle auch ausgelöst, wenn das Befestigungsband der elektronischen Fußfessel zerstört wird. Die Fußfessel selbst ist wasserdicht und stoßfest. Verstöße gegen die Auflagen werden mit Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren bestraft.

dpa

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