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Fußfessel nach Straftat: Hessen überwacht bundesweit 68 Menschen

Justiz Fußfessel nach Straftat: Hessen überwacht bundesweit 68 Menschen

Von Bad Vilbel aus werden derzeit bundesweit 68 Ex-Straftäter überwacht, die eine sogenannte elektronische Fußfessel tragen müssen. Das berichtete das hessische Justizministerium am Mittwoch.

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Elektrische Fußfesseln sind nicht unumstritten.

Quelle: F. v. Erichsen/Archiv

Bad Vilbel. Seit der Gründung der "Gemeinsamen elektronischen Überwachungsstelle der Länder" vor rund zwei Jahren seien 78 Personen im Auge behalten worden. Die Zentrale in Bad Vilbel bei Frankfurt hatte am 1. Januar 2012 ihre Arbeit aufgenommen. Die Fußfessel sei "als Hilfestellung auf dem Weg in die Freiheit zu sehen, als Hilfe zur Resozialisierung", sagte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU). Sie schütze zudem Opfer oder potenzielle Opfer.

Die meisten Fußfesselträger leben dem Ministerium zufolge derzeit in Bayern, gefolgt von Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen. "In 53 Fällen ist das Anlassdelikt eine Sexualstraftat, in den verbleibenden 15 Fällen handelt es sich um Gewaltstraftaten", sagte Kühne-Hörmann laut der Mitteilung. Die Mitarbeiter der Zentrale überwachen zum Beispiel aus der Sicherungsverwahrung entlassene Menschen. Der Standort eines Trägers erscheint aber erst dann auf den Monitoren, wenn er sich etwa einer für ihn verbotenen Zone nähert. Das System ist nicht unumstritten. Kritiker sprechen von einem "suggerierten Sicherheitsgefühl".

dpa

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