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Fuldaer Bischof vermisst Bereitschaft zur Fastenzeit

Kirche Fuldaer Bischof vermisst Bereitschaft zur Fastenzeit

Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen sieht eine schwindenden Willen der Menschen, konsequent die Fastenzeit einzuhalten. "Viele fasten, um den Winterspeck abzuarbeiten.

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Der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen.

Quelle: Uwe Zucchi/Archiv

Fulda. Das ist aber nicht der Sinn der österlichen Bußzeit, sprich Fastenzeit", sagte der Geistliche im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. Unter den gebotenen Bedingungen hielten wohl nur wenige die 40 Tage durch. Die Ursache: "Mit dem Schwinden der religiösen Bindung geht zumeist auch der eigentliche Sinn der Fastenzeit verloren."

Algermissen hat nach eigener Aussage keine großen Probleme, auf kulinarischen Schmankerl zu verzichten. Bei ihm ist sogar Wortfasten und Papierfasten angesagt: "Ich habe mir vorgenommen, auf unnütze Gespräche, Telefonate und E-Mails zu verzichten." Fasten helfe ihm, sich von Unnützem zu befreien und zum Wesentlichen zu kommen.

Algermissen sieht "Fiebersymptome" in der Gesellschaft". Spaß, Event und Selbstverwirklichung stünden ganz oben. "Werte wie Treue, Verbindlichkeit und ehrenamtlicher Einsatz für andere sind nicht hoch im Kurs. Damit verliert die Gesellschaft langsam, aber sicher die innere Bindekraft", kritisierte der Oberhirte.

dpa

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