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Fünf Jahre Haft für Al Nusra-Front-Mitglied

Prozesse Fünf Jahre Haft für Al Nusra-Front-Mitglied

Hunderte Anschläge mit mehreren tausend Toten sollen auf das Konto der Al Nusra-Front gehen. Weil er Mitglied der Terrororganisation war, muss ein Mann mehrere Jahre hinter Gitter. Seiner Aussage schenkte das Gericht keinen Glauben.

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Die Statue Justizia.

Quelle: Peter Steffen/Archiv

Frankfurt/Main. In einem Prozess um die Mitgliedschaft in der syrisch-irakischen Terrororganisation Al Nusra-Front ist ein Islamist in Frankfurt zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das Oberlandesgericht ging am Montag im Urteil davon aus, dass der Angeklagte im Zeitraum 2013/14 in dem syrischen Ableger der Terrororganisation Al Kaida aktiv gewesen war. So habe der 29-Jährige eine mehrwöchige Waffenausbildung absolviert und auch mehrere Waffen besessen. Die Aussage des Angeklagten, er habe lediglich humanitäre Hilfe leisten wollen, sah der Staatsschutzsenat als widerlegt an.

In dem mehrmonatigen Prozess hatte der Angeklagte immer wieder beteuert, die Waffen - Handgranaten und ein Kalaschnikow-Gewehr - nur deshalb besessen zu haben, um sich und seine Familie im Notfall verteidigen zu können. Ein Sachverständiger aber deckte mehrere nicht plausible Einzelheiten in der Aussage des Mannes auf. Darüber hinaus hatte eine der Ehefrauen ausgesagt, dass der Angeklagte sogar die Ehefrauen und Kinder in den Gebrauch der Waffen einzuweisen versucht habe.

Im Strafmaß lag der Staatsschutzsenat um ein Jahr unter dem Antrag der Bundesanwaltschaft. Die Verteidigung, die einen Freispruch gefordert hatte, wird voraussichtlich Revision beim Bundesgerichtshof einlegen.

Auf das Konto der Al Nusra-Front mit ihren schätzungsweise 4000 bis 6000 Kämpfern gingen in den vergangenen Jahren laut Urteil rund 1500 Anschläge mit insgesamt 8700 Todesopfern. Der Angeklagte habe bereits 2010 mit dem Heiligen Krieg ("Dschihad") sympathisiert.

dpa

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