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Früherer EKHN-Präsident Peter Steinacker gestorben

Kirche Früherer EKHN-Präsident Peter Steinacker gestorben

Der langjährige Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Peter Steinacker, ist tot. Er starb am Dienstagabend im Alter von 71 Jahren nach schwerer Krankheit in Frankfurt, wie die EKHN am Mittwoch in Darmstadt unter Berufung auf seine Familie mitteilte.

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Peter Steinacker starb im Alter von 71 Jahren nach schwerer Krankheit.

Quelle: EKHN

Darmstadt. Steinacker hatte die EKHN zwischen 1993 und 2008 geleitet. Die Kirche hat rund 1,7 Millionen Mitglieder, ihr Gebiet erstreckt sich über Teile von Hessen und Rheinland-Pfalz. Ein Termin für die Trauerfeier steht noch nicht fest.

"Mit Peter Steinacker verliert die evangelische Kirche einen klar profilierten Theologen des offenen und kontroversen Dialogs", sagte der amtierende Kirchenpräsident Volker Jung. "Ich persönlich verliere mit ihm einen kollegialen Ratgeber und guten Freund."

Hessens Regierungschef Volker Bouffier (CDU) würdigte Steinacker als ein Mann "des fruchtbaren Dialogs". Er habe sich dafür stark gemacht, unterschiedlichste Gesprächspartner an einen Tisch zu bringen und neue Wege zueinander zu finden. "Sein Beitrag zu einem weltoffenen und toleranten Hessen wird weiterleben."

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sagte, Steinacker sei es immer darum gegangen, "Kirche so zu gestalten, dass sie zu den Menschen passt". Er sei den Folgen des demografischen Wandels mit mutigen Reformen entgegengetreten und habe so zur Zukunftsfähigkeit der EKHN beigetragen.

Auch die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck reagierte betroffen. Dass die mit Steinacker auf dem Kirchentag 2001 spontan vereinbarten Verhandlungen zur Kooperation der beiden Landeskirchen jetzt zum Ziel geführt hätten, sei eine Art Vermächtnis, das es zu wahren gelte, betonte EKKW-Bischof Martin Hein. Die evangelische Kirche verliere "einen herausragenden Theologen, der sich engagiert in den gesellschaftlichen Diskurs eingebracht hat", sagte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski.

dpa

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