Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Frankfurt feiert das "Wunder" der Wiedervereinigung

Geschichte Frankfurt feiert das "Wunder" der Wiedervereinigung

Drei Tage lang wird in Frankfurt das Silberjubiläum der deutschen Einheit begangen. Bevor am Samstag die Prominenz aus Berlin kommt, gehört das Fest den Bürgern.

Voriger Artikel
De Maizière: Kein Wahlrecht für Asylbewerber auf Wohnort
Nächster Artikel
Seiters: Vollendet ist der Weg zur inneren Einheit wohl nie

Mit einem Bürgerfest haben die dreitägigen Feiern begonnen.

Quelle: Arne Dedert

Frankfurt/Main. Zum Auftakt der Einheitsfeier in Frankfurt hat der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier die deutsche Wiedervereinigung als "Wunder" bezeichnet. "Vor 25 Jahren sind Diktatur, Mauer und Stacheldraht überwunden worden. Und das ohne einen einzigen Schuss", sagte der amtierende Bundesratsvorsitzende (CDU) am Freitag bei der Eröffnung des dreitägigen Festes.

Die zentrale Feier am Tag der Deutschen Einheit wird immer von dem Bundesland ausgerichtet, das den Bundesratspräsidenten stellt. Aber auch in Berlin und anderen Städten wird der Jahrestag gefeiert.

Für die Feiern zum Jubiläum der Wiedervereinigung ist aus Sicht von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) kein Ort in Deutschland besser geeignet als Frankfurt. Vor 167 Jahren seien dort erste Demokratiebestrebungen entstanden. Die Wiedervereinigung sei das wichtigste Ereignis der jüngeren deutschen, aber auch der europäischen Geschichte.

Linke Gruppen haben für Freitagabend (19.00 Uhr) eine Demonstration angekündigt. Die Polizei rechnet mit mehr als 1500 Teilnehmern. Darunter könnten nach Einschätzung der Ermittler mehrere hundert gewaltbereite Linksextreme sein.

Mehr als eine Million Besucher, Vertreter aller Verfassungsorgane und einige ausländische Staatsgäste werden in der Mainmetropole erwartet. Höhepunkt ist an diesem Samstag (3. Oktober) ein Festakt in der Alten Oper. Unter den rund 1500 Gästen sind Bundespräsident Joachim Gauck, Bundestagspräsident Norbert Lammert, Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle. Aus gesundheitlichen Gründen haben Ex-Kanzler Helmut Kohl (CDU/85) und der frühere sowjetische Staatspräsident Michail Gorbatschow (84) abgesagt. Auch der frühere US-Präsident George Bush (91) kommt nicht.

Schon vor dem offiziellen Beginn hatte bei strahlendem Sonnenschein das Bürgerfest unter dem Motto "Grenzen überwinden" begonnen - unter anderem mit den besten Musik-Clips des Mauerfall-Jahrzehnts. Bis Sonntag sind insgesamt 300 Veranstaltungen geplant. Die Bundesländer präsentieren sich mit eigenen Ständen, es gibt ein umfangreiches Kulturprogramm und eine Sportmeile.

Das Land Hessen hat für die Feierlichkeiten 3,5 Millionen Euro eingeplant, die Stadt Frankfurt beteiligt sich mit 1,3 Millionen Euro. Der 3. Oktober klingt mit einer Brückeninstallation am Main aus. 25 Brücken aus Licht sollen am Abend dabei zu sehen sein - für jedes Jahr der Einheit eine.

Weil die Innenstadt wegen der Feier weitgehend abgesperrt ist, kam es am Freitag zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. "Jeder, der in die Stadt will, sollte mehr Zeit einplanen", sagte ein Polizeisprecher.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr