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Flüchtlingsrat fordert mehr Wohnungen statt Heime für Asylbewerber

Flüchtlinge Flüchtlingsrat fordert mehr Wohnungen statt Heime für Asylbewerber

Große Heime für Asylbewerber sollten aus Sicht von Flüchtlingsvertretern der Vergangenheit angehören. "Wir müssen weg vom Lager-System hin zu mehr kleinen Einheiten und Wohnungen", forderte der Geschäftsführer des hessischen Flüchtlingsrates, Timmo Scherenberg.

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Der stellvertretende Pro-Asyl-Geschäftsführer Bernd Mesovic.

Quelle: J. Wolf/Archiv

Frankfurt/Main. Das könnte viele Probleme und Konflikte entschärfen, sagte er der Nachrichtenagentur dpa auch mit Blick auf die Übergriffe von privaten Sicherheitsleuten auf Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen. Zudem sei die Unterbringung der Menschen in Wohnungen häufig günstiger als in großen Heimen.

Kleine Einheiten tragen nach Erfahrung der Organisation Pro Asyl auch zu einer besseren Stimmung in den Kommunen bei. Wichtig sei, dass die Verantwortlichen "nicht in Provisorien denken", sagte der stellvertretende Geschäftsführer Bernd Mesovic in Frankfurt. Denn ein großer Teil der Flüchtlinge werde auf Dauer bleiben.

Angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen suchen Hessens Kommunen ständig neue Unterkünfte. Sie mieten Wohnungen, Pensionen und Häuser an oder bauen neu, wie beispielsweise der Main-Taunus-Kreis. Vor gut einem Monat eröffnete er eine neue Gemeinschaftsunterkunft für 40 Flüchtlinge in Kriftel. Mehrere Bürger engagieren sich für die Menschen, was den Kreis freut: Das mache manches einfacher und sorge für ein anderes Klima, sagte Sprecher Johannes Latsch.

dpa

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