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Flüchtlinge protestieren gegen langen Aufenthalt in Zelten

Migration Flüchtlinge protestieren gegen langen Aufenthalt in Zelten

Flüchtlinge haben in Wetzlar gegen ihre monatelange Unterbringung in Zelten protestiert. Kinder hielten am Freitag selbstgeschriebene Plakate in die Luft, auf denen auf Englisch "85 Tage im Zelt" oder "Heim statt Lager" stand.

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Flüchtlinge demonstrieren mit Plakaten gegen die Unterbringung in Zelten.

Quelle: Boris Roessler

Wetzlar/Gießen. Zusammen mit rund zwei Dutzend Erwachsenen blockierten sie am Morgen für rund eine Stunde die Straße vor der Notunterkunft, die die Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen entlasten soll.

Laut Regierungspräsidium (RP) Gießen leben derzeit 470 Menschen in Wetzlar in Zelten. Aus medizinischen Gründen dürfen sie derzeit nicht auf die Kommunen verteilt werden. Der Verlegungsstopp gilt laut RP noch bis 18. September. Ende August hatten Bewohner schon einmal gegen ihren langen Aufenthalt im Camp protestiert. 

Der Grund für den Verlegungsstopp sind Infektionskrankheiten im Camp. Im Juli gab es einen ersten Fall von Hepatitis A - alle Bewohner mussten daraufhin untersucht und bei Bedarf geimpft werden. Nach Angaben einer Ärztin, die gegenüber des Camps Flüchtlinge behandelt, sind nun Windpocken aufgetreten. Das RP wollte das am Freitag nicht bestätigen.

dpa

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