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Finanzierung für erste Holocaust-Professur steht

Hochschulen Finanzierung für erste Holocaust-Professur steht

Die Finanzierung der ersten bundesweiten Professor zur Erforschung des Holocaust an der Uni Frankfurt ist unter Dach und Fach. Das Land Hessen unterzeichnete dazu am Montag eine Vereinbarung mit der Goethe-Universität und dem Fritz-Bauer-Institut.

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Der hessische Kunst- und Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU).

Quelle: Christoph Schmidt/Archiv

Wiesbaden/Frankfurt. Der Lehrstuhl zum Massenmord der Nazis an den Juden, dessen Besetzung international ausgeschrieben werden soll, wird ab 2017 eingerichtet. Hessen übernimmt für die Stelle jährlich 150 000 Euro. 350 000 Euro gehen weiterhin an das Fritz-Bauer-Institut, das bereits seit Jahren die NS-Verbrechen und ihre Wirkung bis heute untersucht.

Deutschland müsse sich weiterhin zu seiner Verantwortung für die Verbrechen der Nazi-Zeit bekennen, sagte Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU). "Es kann, es darf und es wird auch keinen Schlussstrich geben." Die Einrichtung der Professur sei längst überfällig.

Die Holocaust-Forschung habe seit den 1990er Jahren einen großen Boom erfahren, sagte der Frankfurter Historiker Prof. Christoph Cornelißen. Ein Grund dafür sei die Öffnung der Archive in Osteuropa. Der Lehrstuhl soll mit internationalen Forschungszentren und auch dem Zentrum für Holocaust-Studien in München kooperieren. Die 1914 gegründete Universität Frankfurt ging maßgeblich auf das Engagement jüdischer Bürger zurück.

dpa

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