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Fast zehn Millionen Euro an hessische Heimkinder gezahlt

Soziales Fast zehn Millionen Euro an hessische Heimkinder gezahlt

Aus dem Hilfsfonds für ehemalige Heimkinder in Westdeutschland sind in Hessen bislang 9,6 Millionen Euro an mehr als 1000 Betroffene ausgezahlt worden. Insgesamt haben sich in Deutschland etwa 10 000 Betroffene an den Fonds gewendet, rund 85 Millionen Euro sind an sie gezahlt worden.

Frankfurt. Das berichten das hessische Landessozialministerium sowie das Bundessozialministerium laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ/Donnerstag).

Insgesamt stehen in dem Fonds, der 2012 aufgelegt worden ist, 120 Millionen Euro zur Verfügung. Sie sollen Menschen helfen, die von 1949 bis 1975 in Westdeutschland in Heimen waren, und dort Leid erfahren haben. Nur noch bis Ende des Jahres können Leistungen beantragt werden. Der Fonds von Bund, Ländern und Kirchen soll 2015 aber noch einmal aufgestockt werden. Die Höhe steht noch nicht fest. Ehemalige Heimkinder kritisieren die Hilfen als unzureichend. Mit dem Fonds habe sich der Staat aus seiner Verantwortung für das "System Heimerziehung" freikaufen wollen. Die Betroffenen fordern, dass die Träger der Heime ihre administrative Verantwortung für das dort geschehene Unrecht anerkennen.

dpa

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