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Fachleute arbeiten mit Salafisten und deren Familien

Extremismus Fachleute arbeiten mit Salafisten und deren Familien

Im Kampf gegen den Salafismus versucht das Präventionsnetzwerk VPN in Hessen Gefährdete und Syrien-Rückkehrer zu deradikalisieren. Rund ein dreiviertel Jahr nach Beginn der Arbeit hat VPN (Violence Prevention Network) zu mehr als 100 Familien und 40 jungen Menschen Kontakt, wie Geschäftsführer Thomas Mücke der dpa sagte.

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Hessen unterstützt VPN seit 2014.

Quelle: Marijan Murat/Archiv

Frankfurt/Main. Die vier Fachleute arbeiten nicht nur mit radikalisierten Salafisten, sondern auch mit deren Angehörigen. Sie gehen sowohl in die Familien als auch in die Gefängnisse. Außerdem beraten sie Schulen und andere Einrichtungen in Fragen der Prävention.

Hessen unterstützt VPN seit 2014 und sieht sich damit bundesweit als Vorreiter. Für 2015/2016 wurden 600 000 Euro zur Verfügung gestellt.

Rund 650 Islamisten sind nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes aus Deutschland in die Kampfgebiete nach Syrien ausgereist, darunter sollen mehr als 70 Frauen sein. Tendenz steigend. Etwa ein Drittel ist den Angaben zufolge inzwischen zurückgekehrt. Zu rund 40 Rückkehrern liegen den Behörden Erkenntnisse vor, dass sie sich aktiv an Kampfhandlungen in Syrien oder dem Irak beteiligt haben. 75 Ausgereiste sind den Erkenntnissen zufolge bereits in Syrien oder dem Irak ums Leben gekommen.

In Hessen leben laut Verfassungsschutz rund 1500 Salafisten. Etwa zwei Drittel davon seien eher politisch und ein Drittel dschihadistisch orientiert.

dpa

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