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FDP fordert vom Land mehr Risiko bei Förderung von Start-Ups

Landtag FDP fordert vom Land mehr Risiko bei Förderung von Start-Ups

Die FDP-Fraktion im hessischen Landtag fordert vom Land mehr Risikobereitschaft bei der Förderung von Start-Ups und Gründern. Für jeden privat eingesetzten Euro solle Hessen dieselbe Summe in junge, innovative Unternehmen investieren - bis zu einer Gesamtsumme von fünf Millionen Euro, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher Jürgen Lenders am Dienstag in Wiesbaden.

Wiesbaden. "Das steigert die Attraktivität, wenn das Land mit eigenem Geld und Risiko da reingeht", sagte Lenders. Er forderte ein eigenes Segment für neugegründete Unternehmen an der Börse, bei dem die Start-Ups weniger Regulierungen unterliegen als in den übrigen Aktienindizes. "Sie müssen wissen, dass es ein bisschen Wild-West ist, wenn Sie dort anlegen", sagte er.

Hessen sei bei digitalen Themen in den vergangenen Jahren zurückgefallen, sagte er. Man müsse sich fragen, was Berlin und Bayern so attraktiv für Start-Ups mache. Um die Innovation voranzutreiben, forderte er einen landesweit für digitale Themen zuständigen "Chief Digital Officer" - zwar nicht als Landesminister, aber als "Gesicht, mit dem man sich identifizieren kann". Auf dem Land möchte er Beratungszentren sehen, die Mittelständlern, Schulen und Berufsschulen bei der Digitalisierung helfen.

Als "überwiegend sinnvoll" bezeichnete der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im hessischen Landtag, Tobias Eckert, die Vorschläge der FDP zum Ausbau der digitalen Infrastruktur. Er warf der FDP jedoch vor, die Digitalisierung als "Eliten-Diskussion" zu führen. Die SPD wolle neben Unternehmen auch Betriebsräte und Gewerkschaften mit einbeziehen, sagte er.

dpa

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