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FDP: Welterbe-Status am Mittelrhein in Gefahr

Landtag FDP: Welterbe-Status am Mittelrhein in Gefahr

Wegen der Windradpläne für das Rheingau-Städtchen Lorch sorgt sich die FDP im hessischen Landtag um den Welterbe-Status des Oberen Mittelrheintals. "Windkraftanlagen in diesem Bereich könnten den Titel kosten", sagte der Fraktionsvorsitzende Florian Rentsch am Mittwoch im Plenum in Wiesbaden.

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Der Loreleyfelsen inmitten des Weltkulturerbegebiets Mittelrheintal.

Quelle: Thomas Frey/Archiv

Wiesbaden. Es gehe nicht darum, ob die FDP für oder gegen Windkraft sei, sondern ob die schwarz-grüne Landesregierung im "Windwahn" den Welterbestatus aufs Spiel setze.

Energieminister Tarek Al-Wazir (Grüne) verwies auf das Verbot von Windenergieanlagen in der Kernzone des Unesco-Welterbes. Für die Pufferzone müsse im Einzelfall geprüft werden, ob die Anlagen mit dem Status vereinbar seien. So geschehe es auch für die drei in Lorch geplanten Windräder.

Der energiepolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Peter Stephan, sagte, der FDP gehe es um "billigen Populismus vor der Kommunalwahl". Der SPD-Abgeordnete Marius Weiß erklärte, bei den Überlegungen für eine Rheinbrücke im Mittelrheintal sei die Kulturlandschaft den Liberalen noch "schnurzegal" gewesen. Linke-Fraktionschefin Janine Wissler sagte Richtung FDP: "Sagen Sie es doch ehrlich, Sie wollen die Energiewende nicht." Das 65 Kilometer lange Rheintal zwischen Rüdesheim und Koblenz ist seit 2002 Unesco-Welterbe.

dpa

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