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FDP-Generalsekretärin: Sorge um innertürkische Konflikte

Parteien FDP-Generalsekretärin: Sorge um innertürkische Konflikte

Die Generalsekretärin der hessischen FDP, Nicola Beer, sorgt sich um ein Übergreifen innertürkischer Konflikte auf Hessen. Im "hr-Sommerinterview" sagte sie, schon jetzt führten Anhänger und Gegner des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hier "Stellvertreter-Auseinandersetzungen".

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Die FDP-Generalsekretärin Nicola Beer.

Quelle: Bernd von Jutrczenka/Archiv

Wiesbaden. Sie erlebe, wie türkische oder türkischstämmige Erdogan-Kritiker aus Angst schwiegen. "Es kann nicht sein, dass wir uns gerade durch den Flüchtlingspakt mit der Türkei das Wort verbieten lassen", sagte sie. "Ich glaube, dass wir uns mit diesem Pakt erpressbar gemacht haben."

Die Zusammenarbeit in Hessen mit dem türkisch-islamischen Verband Ditib beim Islamunterricht hält die FDP-Politikerin aber für unproblematisch. Der Unterricht werde von staatlichen Lehrern gegeben. Der Ditib-Landesverband habe sich organisatorisch komplett unabhängig machen müssen vom Bundesverband. Er unterliege damit nicht der Einflussnahme der türkischen Religionsbehörde Diyanet, die der türkischen Regierung unterstehe.

Das Kultusministerium hatte sich Konsequenzen für den islamischen Religionsunterricht vorbehalten. Gegenwärtig gebe es keinen Einfluss des türkischen Staates auf den Unterricht, hatte ein Sprecher gesagt. "Sollte jedoch auf unsere Lehrkräfte und die Unterrichtsinhalte Einfluss genommen werden, so würden wir umgehend einschreiten und die Zusammenarbeit mit Ditib Hessen beenden."

dpa

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