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Extremismusexpertin: IS spricht gezielt Kinder an

Kriminalität Extremismusexpertin: IS spricht gezielt Kinder an

Kinder wie der wegen eines versuchten Anschlags in Ludwigshafen unter Verdacht stehende Zwölfjährige werden nach Ansicht einer Extremismusexpertin gezielt von der Terrormiliz Islamischer Staat angesprochen.

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Susanne Schröter, Leiterin des «Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam».

Quelle: Privat/Schröter/dpa

Frankfurt/Main. Das geschehe durch Videos, in denen Kinder die Hauptakteure sind, sagte Susanne Schröter, Leiterin des Forschungszentrums Globaler Islam an der Frankfurter Goethe-Universität, der Deutschen Presse-Agentur. "Kinder, die zum Teil vier, fünf, sechs Jahre alt sind, die mit Waffen hantieren, die martialische Parolen brüllen und die sogar Gefangene erschießen. Also wirklich grausame Dinge."

Diese Videos seien auch für Kinder in Deutschland ganz einfach über das Internet zugänglich, fügte Schröter hinzu. Der IS spreche Kinder an, weil diese sich von den Parolen und martialischen Gesten leicht beeindrucken ließen. "Kinder sind natürlich sehr viel verletzbarer, sehr viel ansprechbarer, sie haben sehr viel weniger entgegenzusetzen gegen solche einfachen Ideologien."

Der Zwölfjährige soll vor etwa eineinhalb Wochen versucht haben, eine Nagelbombe auf dem Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen zu zünden. Die Bundesanwaltschaft bestätigte Ermittlungen wegen des Bombenfundes. Das Magazin "Focus" berichtete, der Junge sei stark religiös radikalisiert. Der Sprengsatz zündete nicht.

dpa

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