Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Sprühregen

Navigation:
Explosion reißt Gießener aus dem Schlaf

Shish-Bar in Flammen Explosion reißt Gießener aus dem Schlaf

Ein Brand, hervorgerufen durch eine Explosion in einer Shisha-Bar in Gießen, beschäftigt die Einsatzkräfte in Gießen. Es gibt sechs Verletzte. Die ersten Ermittlungen führten zu zwei Tatverdächtigen.

Voriger Artikel
Unwetter in Hessen: Blitzeinschläge in Wohnhaus
Nächster Artikel
Ministerium untersucht Folgen von Diesel-Fahrverboten

Die völlig zerstörte Shisha-Bar (Flachbau im Bild links) kurz nach der Explosion in der Nacht zu gestern. Glasscherben sind weit über die Straße verteilt.

Quelle: GAZ

Gießen. In der Licher Straße bot sich gestern Morgen ein Bild der Verwüstung: Durch einen Brand, möglicherweise hervorgerufen durch eine Explosion in einer Shisha-Bar, ist dieses Gebäude sowie ein benachbartes Wohnhaus zerstört worden. Es ist einsturzgefährdet. Laut Polizei wurden eine Person schwer und fünf leicht verletzt. Die Licher sowie die Grünberger Straße blieben zunächst für den Verkehr gesperrt.

Kurz nach 3 Uhr schreckte ein lauter Knall die Anwohner im Kreuzungsbereich der Licher Straße und der Grünberger Straße aus dem Schlaf. Zeugen sprachen von einem Geräusch ähnlich einer Explosion. Die Detonation ließ Scheiben zerbersten und schleuderte Rollläden und abertausende Glasscherben quer über die gesamte Fahrbahnbreite. Mehrere Personen erlitten Schnittverletzungen. Nach Zeugenaussagen war die Druckwelle noch bis zum Berliner Platz zu spüren. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte der Feuerwehr standen die dortige Shisha-Bar, die erst seit wenigen Wochen in der ehemaligen Pizzeria Cortina untergebracht ist, und das Erdgeschoss des angrenzenden Wohnhauses bereits in Flammen.

Verdächtiger wird schwer verletzt

Rund 50 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Wieseck, Kleinlinden und Gießen-Mitte sowie der Berufsfeuerwehr Gießen löschten die Brandnester und kontrollierten das gesamte Gebäude. Neben Polizei und Feuerwehr waren auch mehrere Rettungswagen und Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes im Einsatz. Beamte der Gießener Kripo untersuchten am Ort des Geschehens die Hintergründe des Brandes. Sie ermittelten einen 22-Jährigen aus Öhringen (Baden-Württemberg) und einen 23-Jährigen aus dem mittelhessischen Fernwald. Die Staatsanwaltschaft werde am Freitag beim Amtsgericht Haftbefehl beantragen. Der Verdacht des versuchten Mordes sowie der schweren Brandstiftung steht im Raum.

Der 22-jährige Verdächtige wurde schwer verletzt. Nach der Detonation erschien er in einem Krankenhaus im benachbarten Lich. Wegen seiner schweren Verletzungen kam er mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Offenbach. Die Polizei wurde von den Ärzten wegen des verletzten Mannes informiert. Der zweite Tatverdächtige sei durch ein von ihm genutztes Fluchtauto und eine Zeugenaussage ins Visier der Fahnder geraten. Er stellte sich bei der Polizei, machte aber bislang keine Angaben.

von Marc Schäfer

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr