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Experten warnen im Landtag: Jugendarrest nicht überfordern

Landtag Experten warnen im Landtag: Jugendarrest nicht überfordern

Straffälligen Jugendlichen kann der Jugendarrest "Futter für ihr Hirn" bieten. Allerdings dürfe von den erzieherischen Angeboten nicht zu viel erwartet werden, warnte der Mainzer Rechtswissenschaftler Christoph Schallert am Mittwoch in einer Anhörung des hessischen Landtags in Wiesbaden.

Wiesbaden. In den vier Wochen Arrest könnten die Betroffenen nur begrenzt pädagogisch beeinflusst werden.

Sachverständige waren sich mit Richtern und Leitern von Vollzugsanstalten einig, dass die vom Landesparlament geplante Gesetzesregelung des Jugendarrests sinnvoll ist. Sowohl der Regierungsentwurf von Schwarz-Grün als auch der Vorschlag der SPD böten dafür eine gute Grundlage, sagte der Präsident des Oberlandesgerichts Frankfurt, Roman Poseck. Der Kölner Erziehungswissenschaftler Prof. Philipp Walkenhorst schlug eine Kombination der beiden Entwürfe vor.

In Hessen ist der Jugendarrest wie auch in den übrigen Ländern derzeit nicht gesetzlich geregelt. Jährlich erhalten rund 1000 Heranwachsende von hessischen Gerichten einen Jugendarrest von maximal vier Wochen. In etwa 40 Prozent der Fälle geht es um  Gewaltdelikte. Die landesweit einzige Einrichtung für Jugendarrest ist in Gelnhausen.

dpa

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