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Ex-Generalvikar gibt Kunstwerke an Vincenzstift zurück

Kirche Ex-Generalvikar gibt Kunstwerke an Vincenzstift zurück

Der ehemalige Limburger Generalvikar Franz Kaspar hat Kunstwerke an das von ihm einst geleitete Sankt Vincenzstift in Rüdesheim zurückgegeben. Die katholische Einrichtung bestätigte am Dienstag einen Bericht des "Wiesbadener Kurier".

Rüdesheim/Limburg. Nach Rückgabe der knapp zwei Dutzend Objekte im Dezember seien die meist sakralen Werke inzwischen gesichtet worden, sagte Birgitt Wagner, Sprecherin der Behinderteneinrichtung, der Deutschen Presse-Agentur.

Kaspar hatte das Stift im Ortsteil Aulhausen 36 Jahre lang - bis 2006 - geleitet. Dabei hatte er nach Angaben der Einrichtung einen acht Millionen Euro umfassenden Fonds angelegt. Mit 300 000 Euro davon habe er Kunst gekauft. Die Werke blieben zu etwa einem Drittel im Stift, ein Drittel wanderte ins Bistum Limburg und ein Drittel in Kaspars Wohnung. Letztere seien jetzt wieder zurück, sagte Wagner.

Sankt Vincenz war zuletzt durch sexuelle Missbrauchsfälle in der Amtszeit Kaspars in die Schlagzeilen geraten. Das Stift hatte dazu im April 2014 einen eigenen Untersuchungsbericht vorgelegt. Der Ex-Generalvikar, einst enger Vertrauter des ehemaligen Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst, hatte sich dafür entschuldigt. Man habe keinen Kontakt mehr zu Kaspar, sagte die Sprecherin der Behinderteneinrichtung.

dpa

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